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Microsoft gibt nach dem OpenAI-Deal Einblicke in seine Strategie im Bereich der Superintelligenz

In diesem Beitrag:

  • Microsoft hat unter der Leitung von KI-Chef Mustafa Suleyman ein neues Team zur Entwicklung von Superintelligenz ins Leben gerufen.

  • Die aktualisierte Vereinbarung des Unternehmens mit OpenAI erlaubt es ihm nun, fortschrittliche KI-Entwicklungendentvoranzutreiben.

  • Suleymans Team besteht unter anderem aus ehemaligen Mitarbeitern von DeepMind und hat sich zum Ziel gesetzt, eine KI zu entwickeln, die die menschlichen Fähigkeiten übertrifft.

Microsoft baut offiziell Superintelligenz und wartet nicht länger auf die Erlaubnis von irgendjemandem.

Das Unternehmen gab dies am Donnerstag bekannt und teilte mit, dass es eine neue Gruppe, das MAI Superintelligence Team unter der Leitung von Mustafa Suleyman, gebildet hat, der nun die KI-Abteilung von Microsoft leitet.

Ziel ist es nicht nur, die menschliche Intelligenz mit der von Maschinen gleichzuziehen, sondern sie weit zu übertreffen. Laut Bloomberg will das Unternehmen nun KI-Systeme entwickeln, die den Menschen in allen Bereichen übertreffen können, darunter Gesundheitswesen, saubere Energie und Materialwissenschaften.

Mustafa erklärte in einem Blogbeitrag, dass AGI (künstliche allgemeine Intelligenz) bedeutet, dass eine künstliche Intelligenz alles kann, was ein Mensch kann. Er fügte jedoch hinzu, dass Superintelligenz „weit darüber hinausgeht“

Er erklärte, die neue Mission bestehe darin, eine sogenannte humanistische Superintelligenz zu entwickeln – ein System, das den Menschen direkt dienen soll, anstatt technologische Meilensteine ​​zu erreichen. Als konkrete Ziele nannte er persönliche KI-Assistenten, bessere Behandlungsergebnisse und nachhaltige Energielösungen. Bisher durfte das Unternehmen aufgrund einer Klausel aus dem ursprünglichen Vertrag mit OpenAI keine allgemeine künstliche Intelligenz (AGI) entwickeln; diese Klausel ist nun jedoch aufgehoben.

Microsoft gründet neues Team nach Aufhebung der KI-Beschränkung

Der aktualisiertetraczwischen Microsoft und OpenAI beseitigte die Beschränkung, die Microsoft bisher auf weniger leistungsstarke Modelle beschränkt hatte. Die neue Vereinbarung räumt dem Technologiekonzern zudem eine 27-prozentige Beteiligung an OpenAIs gemeinnütziger Tochtergesellschaft ein, wodurch dieser nundentan AGI und fortschrittlicheren Werkzeugen arbeiten kann. Diese Änderungen erfolgen im Zuge des Wandels zwischen den beiden Unternehmen von einer umfassenden Zusammenarbeit hin zu einer Art strategischer Rivalität.

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Mustafa, 41 Jahre alt, wechselte 2024 zu Microsoft, nachdem er das von ihm mitgegründete Startup Inflection AI verlassen hatte. Microsoft hatte die Lizenz für Inflections geistiges Eigentum erworben und ihn ins Team geholt, um die Zukunft des Unternehmens im Bereich KI mitzugestalten.

Seitdem hat Mustafa interne Teams umstrukturiert, wichtige Mitarbeiter der Microsoft-KI-Abteilung in die neue Gruppe versetzt und Leute von Googles DeepMind eingestellt, das er ebenfalls mitgegründet hat.

Mustafa teilte den Mitarbeitern im September mit, dass Microsoft massiv in den Ausbau seiner KI-Systeme investieren will. Bislang sind diese Modelle noch kleiner als die größten von OpenAI oder Google, doch das Ziel ist, schnell aufzuholen. Er erklärte, der Zeitplan reiche bis 2032, dem Jahr, in dem Microsofts Nutzungsrechte an den OpenAI-Modellen auslaufen.

Microsoft und OpenAI konkurrieren mittlerweile auf mehreren Ebenen

Microsoft nutzt zwar weiterhin OpenAI für seinen Chatbot Copilot, entwickelt aber gleichzeitig eigene Sprach-, Bild- und Textmodelle. Das bedeutet, dass Microsoft versucht, seine Abhängigkeit von OpenAI zu verringern, obwohl die beiden weiterhin eng miteinander verbunden sind.

Dennoch sollen dem Wall Street Journal mitgeteilt haben , dass die Ablösung der OpenAI-Technologie Jahre dauern könnte. Die Verbraucher-App Copilot, die auf OpenAI-Modellen basiert, verzeichnet nach wie vor mehr Downloads als die Microsoft-Version.

OpenAI arbeitet derweil mit Microsofts Konkurrenten, darunter Amazon und Oracle, zusammen und baut eigene Rechenzentren auf.

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Das Unternehmensprodukt macht mittlerweile 40 % des Umsatzes aus, verglichen mit 30 % Anfang des Jahres, so Sarah Friar, Finanzchefin von OpenAI. Diese wachsende Unabhängigkeit führt dazu, dass die ehemaligen Verbündeten in mehrfacher Hinsicht zu direkten Konkurrenten werden.

Meta, OpenAI und andere haben bereits Teams für Superintelligenz gebildet, doch Mustafa betont, dass sich seine Gruppe von bestimmten Bereichen fernhält. Ein Beispiel: Er weigert sich, KI zu entwickeln, die Erotik generiert, und grenzt sein Team damit von der Konkurrenz ab.

Mustafa stellt Microsofts Version von Superintelligenz als stärker auf den Menschen ausgerichtet dar, doch das Unternehmen verbirgt nicht, dass es die Zukunft der KI nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten will.

Die 365 Copilot-Tools für Unternehmen von Microsoft basieren zwar noch auf OpenAI, doch wenn Mustafas Team seine Ziele erreicht, könnten diese Abhängigkeiten verschwinden. Ein genauer Zeitplan steht allerdings noch aus. Microsofts Bemühungen stehen erst am Anfang, und selbst das Unternehmen räumt ein, dass die Umstellung auf OpenAI-Lösungen nicht schnell vonstattengehen wird.

Die Microsoft-Aktie fiel am Donnerstagabend um 1,4 % und notierte in New York bei 500,01 US-Dollar. Doch das Unternehmen setzt vorerst darauf, dass das Streben nach Superintelligenz das Risiko wert ist.

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