Proof-of-Work (PoW) oder nicht PoW – diese Frage wird unter Krypto-Enthusiasten kontrovers diskutiert. Die Alternative ist natürlich das Proof-of-Stake-Verfahren (PoS) zur Validierung von Blockchain-Transaktionen, das einige kleinere Kryptowährungen wie Peercoin, BlackCoin und Qora nutzen.
Die Debatte ist hitzig, seit die Ethereum Blockchain eine geplante Hard Fork angekündigt hat. Diese Hard Fork würde die Transaktionsvalidierung von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake umstellen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der Energieverbrauch für PoW ist deutlich höher als für PoS.
Xinxi Wang, CEO der Kryptowährungsbörse Coinnut und Direktor der Litecoin Foundation, ist der Ansicht, dass das neue System gegenüber der PoW-Validierungsmethode keine wirklichen Vorteile bietet. Er glaubt, dass das PoS-System im Wesentlichen denselben Fehler wie PoW aufweist: 51 % der Netzwerkanteile befinden sich in den Händen der Reichen, und deren Reichtum wird weiter wachsen.
Andererseits ist er auch der Ansicht, dass der Energieaufwand der Sicherheit des Netzwerks dient und die Kosten daher gerechtfertigt sind. Er argumentiert jedoch, dass es nahezu unmöglich wäre, die Kontrolle über die Gruppe, die 51 % der Anteile kontrolliert, zu brechen, sollte diese ausgetauscht werden müssen. Denn der Proof-of-Stake-Mechanismus basiert auf der Anzahl der Coins, die ein Fälscher besitzt.
Wang führt weiter aus, dass ein PoW-basiertes System hingegen nicht von einer bestimmten Gruppe kontrolliert werden kann, da die Hash-Leistung jederzeit erhöht werden kann, um die Kontrolle zu verschieben und die Blockchain für eine bessere Dezentralisierung offen zu halten. Dies wirft eine neue Frage auf: Kann ein PoS-System wirklich dezentralisiert sein, wenn eine feste Gruppe die Blockchain ohne größere Hindernisse kontrolliert?
Proof-of-Work- vs. Proof-of-Stake-Validierung für Blockchain