In einer bahnbrechenden Entwicklung Kenia kurz davor, das erste Land der Welt zu werden, in dem Branchenvertreter aktiv an der Gestaltung des regulatorischen Rahmens für Kryptowährungen beteiligt sind.
Dieser Schritt erfolgt, nachdem der Finanz- und Planungsausschuss der Nationalversammlung die Blockchain Association of Kenya ( BAK ) beauftragt hat, einen Gesetzentwurf für einen potenziellen „Dienstleister für virtuelle Vermögenswerte“ auszuarbeiten. Dieser bedeutende Schritt unterstreicht Kenias Engagement für die digitale Wirtschaft und den Erhalt seiner Position als wichtiger Akteur im afrikanischen Kryptomarkt.
Der Finanz- und Planungsausschuss der Nationalversammlung hat uns und andere Branchenvertreter beauftragt, einen ersten Entwurf für ein mögliches Gesetz zu virtuellen Vermögenswertdiensten auszuarbeiten.
— Blockchain Association of Kenya (BAK) (@BlockchainKenya) 6. November 2023
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Der Ruf nach einer klaren Krypto-Regulierung
Der Finanz- und Planungsausschuss berief ein Treffen mit Vertretern der Bank von Kenia (BAK) ein, um die Regulierung digitaler Vermögenswerte zu erörtern. Allan Kakai, Leiter der Rechts- und Politikabteilung der BAK, betonte die Dringlichkeit der Situation und hob Kenias Ruf als „Silicon Savannah“ sowie seine herausragende Stellung auf dem afrikanischen Markt für digitale Vermögenswerte hervor.
Er betonte die Notwendigkeit eines klardefiLizenzierungs- und Regulierungsrahmens, um zu verhindern, dass Nachbarländer wie Nigeria, Südafrika, Botswana, Namibia und Mauritius die Führung übernehmen und potenzielle Kapitalströme von Kenia ablenken.
Auf BAKs Aufforderung hin setzte der Ausschuss eine zweimonatige Frist für die Ausarbeitung eines umfassenden Kryptogesetzes. Darüber hinaus forderte der Ausschuss BAK nachdrücklich auf, intensive Aufklärungskampagnen durchzuführen, um den Handel mit Kryptowährungen zu entmystifizieren, da es wichtig sei, das öffentliche Verständnis dieses aufstrebenden Finanzökosystems zu verbessern.
Auch Kenia hatte im Kryptowährungsbereich mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Im September 2023 führte das Land den Financial Act 2023 ein, der Kryptowährungsbörsen verpflichtete, 3 % des Transfer- oder Tauschwerts digitaler Vermögenswerte einzubehalten. Dieser Schritt, der die Regulierung der Kryptoindustrie und die Generierung von Einnahmen zum Ziel hatte, stieß auf Widerstand der Bank of Kenya (BAK).
Trotz ihrer Bemühungen, die Gesetzgeber von der Verabschiedung der Kryptosteuer abzuhalten, wurde diese letztendlich verabschiedet. Daraufhin reichte BAK beim Obersten Gerichtshof Kenias eine Klage gegen die Steuer ein, was ihre Entschlossenheit unterstreicht, ein günstiges regulatorisches Umfeld für den Kryptosektor zu gewährleisten.
Das Worldcoin-Projekt steht unter behördlicher Beobachtung
Die kenianischen Behörden haben sich entschieden gegen das umstrittene Krypto-Projekt Worldcoin, ein System für digitale Identitäten, positioniert. Das von Sam Altman, dem CEO von OpenAI, mitbegründete Projekt gab Anlass zur Sorge über die Erfassung personenbezogener Daten. Daraufhin empfahl ein parlamentarischer Ausschuss der kenianischen Regierung die Einstellung des Worldcoin-Betriebs im Land. Dieser Schritt unterstreicht Kenias Engagement für den Schutz der Privatsphäre und Sicherheit seiner Bürger im sich wandelnden Umfeld digitaler Währungen.
Mit der Entwicklung eines Regulierungsrahmens für Kryptowährungen setzt Kenia einendent für andere Länder. Durch die Einbindung von Branchenexperten in die Ausarbeitung der Krypto-Gesetzgebung strebt Kenia ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Kontrolle an und möchte sicherstellen, dass der Markt für digitale Vermögenswerte in einem klaren unddefiRechtsrahmen operiert.
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