Richterin Analisa Torres hat nun den Weg für das nächste entscheidende Kapitel im Fall SEC gegen Ripple geebnet. Beide Parteien wurden daher beauftragt, bis zum 9. November 2023 einen gemeinsamen Zeitplan für die Schriftsätze in der Phase der Rechtsbehelfe vorzulegen. Diese Phase wird Aufschluss über die möglichen Konsequenzen geben, die Ripple Labs aufgrund des Verkaufs von XRP an institutionelle Kunden zu erwarten hat.
Das Gericht hat diese Transaktionen bereits alstraceingestuft. Die Rechtmäßigkeit der institutionellen Verkäufe von Ripple-Aktien ist jedoch weiterhin unklar. Zudem wurde kürzlich der Antrag der SEC auf Verschiebung des Prozesses gegen die Ripple-Führungskräfte Brad Garlinghouse und Chris Larsen genehmigt. Die ersten Prozessgespräche und -termine bleiben daher vorerst ausgesetzt, was auf weitere juristische Wendungen hindeutet.
Eine der brennendsten Fragen betrifft die Höhe der möglichen Strafe für Ripple. Angesichts beeindruckender XRP Verkäufe institutioneller Anleger in Höhe von 770 Millionen US-Dollar spekulieren Experten intensiv über die potenziellen finanziellen Folgen für Ripple. Der aktuelle Anstieg der Aktivitäten im Handel Ripple -Futures und -Optionen unterstreicht die wachsende Spannung um den 9. November. Von einem Tiefstand von 374 Millionen US-Dollar Anfang September sind diese Zahlen um 48,4 % auf 555 Millionen US-Dollar gestiegen.
John Deaton, ein Befürworter von XRP, verweist auf den Fall LBRY und bezieht sich dabei auf frühere Vergleiche mit der SEC. Die SEC hatte LBRY zunächst mit einer Strafe von 23 Millionen US-Dollar belegt. Nach langwierigen Gerichtsverfahren einigten sich die Parteien jedoch auf lediglich 130.000 US-Dollar. Dieserdent legt nahe, dass die endgültige Strafe für Ripplemöglicherweise nicht den ursprünglichen Schätzungen der SEC entspricht.
Eleanor Terrett, Journalistin bei Fox Business, glaubt zudem, dass der Streit um die Strafen nicht einfach werden wird. Während Ripple die Auswirkungen natürlich abmildern möchte, könnte die SEC hingegen ihre Autorität mit Nachdruck unterstreichen.
Alle Augen richten sich nun auf die bevorstehende Phase der Anhörung zu den Rechtsmitteln. Diese wird, zusammen mit der anschließenden Phase zur Festlegung der Strafen, maßgeblich den Ausgang dieses Rechtsstreits beeinflussen. Während sich das Drama vor Gericht entfaltet, verzeichneten die nativen Ripple-Token in der vergangenen Woche einen Anstieg von 15,1 %, was die direkten Auswirkungen des Falls auf die Marktentwicklung von XRPverdeutlicht.
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