Kommen wir gleich zur Sache: Alle Augen sind auf Bitcoin gerichtet, der sich derzeit um die 50.000-52.000-Dollar-Marke bewegt, kurz vor dem großen Halving-Event im April 2024. Die Großbank JPMorgan dämpft die Euphorie jedoch etwas und deutet an, dass die Auswirkungen des Halvings bereits im Preis eingepreist sind. Wer also auf einen Preisanstieg nach dem Halving spekuliert, sollte seine Erwartungen vielleicht etwas dämpfen.
Privatanleger sind, Gott sei Dank, bestens auf die Halbierung vorbereitet. Nach einer kurzen Pause im Januar sind sie nun wieder voll dabei, angelockt von den jüngsten Kursanstiegen bei Bitcoin und Ethereum. Die Analysten von JPMorgan, unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou, haben die Entwicklungen genau beobachtet und einen interessanten Trend festgestellt: Der Zufluss von BTC in kleinere Wallets hat den institutionellen Anlegern übertroffen. Dieser Aufschwung erfolgt trotz der Einführung neuer Bitcoin -ETFs – ein Punkt, über den man nachdenken sollte.
Der Einzelhandelsrausch und die institutionelle Vorsicht
Privatanleger sind wieder voll dabei und stürzen sich mit einer Begeisterung, die man eine Weile vermisst hat, in den Kryptomarkt. Das Team von JPMorgan vermutet, dass dieser Aufschwung im Februar mit der Vorfreude auf einige wichtige Ereignisse in der Kryptoindustrie zusammenhängt: das Bitcoin Halving, Ethereum Update und die mögliche Genehmigung von Ethereum ETFs durch die SEC im Mai. Allerdings gehen sie davon aus, dass die ersten beiden Ereignisse dem Markt bereits bekannt sind und das dritte Ereignis eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit hat.
Die aktuelle Bitcoin-Rallye scheint an Schwung zu verlieren, was auf eine mögliche Abkühlung hindeutet, da wir uns der ersten Verlustwoche seit über einem Monat nähern. Der Kurs versucht, sich über 51.000 US-Dollar zu halten, doch sollte sich dieser Bitcoinfortsetzen, wäre dies der erste negative Ausrutscher seit Beginn der Rallye Ende Januar. Angesichts des bevorstehenden Halvings besteht jedoch weiterhin Hoffnung auf eine Erholung.
Einige Marktanalysten warnen jedoch davor, dass der Vorlauf zum Halving nicht den erhofften Aufschwung bringen könnte. Obwohl die Nachfrage nach Bitcoin -ETFs das Angebot um das 13-fache übersteigt, wird das Halving diese Kluft nur noch vergrößern. Die Prognosen gehen weit auseinander: Manche erwarten einen Kursanstieg von BTC auf 273.000 US-Dollar nach dem Halving, während andere, wie beispielsweise PlanB, einen Kurssturz unter 40.000 US-Dollar für unwahrscheinlich halten.
Analyse der tatsächlichen Auswirkungen des Bitcoin Halvings
Nun zum Kern der Sache: dem Bitcoin -Halving selbst. Für alle, die es noch nicht wissen: Bei diesem Ereignis werden die Belohnungen für Miner halbiert. Diese Maßnahme soll die Inflation eindämmen, indem der Zustrom neuer Coins verlangsamt wird. Es handelt sich um eine clevere, in die Bitcoin-DNA integrierte Funktion, die alle vier Jahre wiederholt wird, bis alle 21 Millionen Bitcoinim Umlauf sind.
Dessislava Aubert vom Analyseunternehmen Kaiko weist darauf hin, dass der Hebel zunimmt und das offene Interesse an Bitcoin-Positionen erstmals seit 2021 die 11-Milliarden-Dollar-Marke erreicht hat. Offenbar setzen Händler stark auf einen Kursanstieg von Bitcoinkurz- bis mittelfristig. Doch wie immer auf dem Kryptomarkt gibt es keine sicheren Wetten.
Die Halbierung ist ein bedeutendes Ereignis, nicht nur für Miner, deren Einnahmen darunter leiden werden, sondern auch für Investoren. Das Ereignis erregt üblicherweise viel Aufmerksamkeit und kann die Marktstimmung beeinflussen. Dennoch ist es wichtig zu bedenken, dass Halbierungen nichtmaticeinen Preisanstieg bedeuten. Aubert merkt an, dass die Aufregung dieses Mal zwar größer ist und die Krypto-Szene reifer geworden ist, die Marktreaktion aber dennoch in beide Richtungen ausfallen kann.

