Die japanische Zentralbank hat einen Bericht veröffentlicht, der die Rolle zentral unterstützter virtueller Vermögenswerte im Finanznetzwerk analysiert. In einem aktuellen Bericht untersucht die japanische Zentralbank die Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) im bestehenden Finanzsystem.
Die am 19. Februar veröffentlichten Dokumente erörtern die Anwendungsmöglichkeiten von CBDCs und die unterschiedlichen Folgen, die sich aus der Wahl verschiedener Wege ergeben. Anschließend werden die zwei Hauptkategorien von CBDCs vorgestellt: Zum einen solche, die auf Börsen mit hohem Wert beschränkt sind, und zum anderen solche, die der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein könnten.
Die Kategorisierung stammt aus einem Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aus dem ersten Halbjahr des Vorjahres. In diesem Dokument wurden CBDCs in solche für den Großhandel und solche für allgemeine Zwecke unterteilt.
Die Dokumente erörterten kurz den erstgenannten Fall und erläuterten, dass dieser nur geringe Auswirkungen auf das Geldnetzwerk hätte. Anschließend wurde der zweite Fall in den übrigen Dokumenten behandelt. Der Bericht beinhaltet auch das Potenzial und die Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie zur Schaffung einer tokenbasierten digitalen Zentralbankwährung (CBDC).
Der Bericht hob die positiven Ergebnisse hervor, die sich durch CBDCs ergeben könnten; allerdings äußerte der Gouverneur der japanischen Zentralbank im vergangenen Jahr seine Bedenken gegenüber CBDCs.
Gouverneur Masayoshi Amamiya begann mit der Darlegung eines Lösungsvorschlags von Experten für die Probleme der Nullzinsgrenze und erklärte anschließend: „Um die Nullzinsgrenze bei Nominalzinsen zu überwinden, müsste man cash aus der Gesellschaft entfernen.“ Die Bank zieht diesen Weg jedoch nicht in Betracht.
Eine ähnliche Haltung vertrat die südkoreanische Zentralbank, die eine Warnung vor CBDCs aussprach, nachdem sie angekündigt hatte, selbst keine einzuführen.
Japan veröffentlicht Bericht über Kryptowährungen in der Wirtschaft