Bahnbrechendes Urteil: Chinesisches Gericht entscheidet im Urheberrechtsstreit um KI-generierte Ergebnisse

- Das Internetgericht Guangzhou urteilte gegen eine KI-Plattform wegen der Verletzung von Ultraman-Bildern und markierte damit Chinas ersten Urheberrechtsfall im Bereich KI.
- SCLA hat den Betreiber der KI verklagt, weil er ohne Erlaubnis Ultraman-Werke reproduziert und abgeleitete Werke davon erstellt hat.
- Das Gericht verurteilte den Beklagten zur Zahlung von Schadensersatz und zur Einhaltung der KI-Vorschriften, löschte aber die Ultraman-Daten nicht aus seinem Modell.
In einem bahnbrechenden Urteil hat das Internetgericht Guangzhou über den ersten Urheberrechtsverletzungsfall Chinas im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI)-generierten Ergebnissen entschieden.
Dieses wegweisende Urteil vom 8. Februar markiert einen bedeutenden Schritt in der sich wandelnden Rechtslandschaft rund um KI-Technologien. Der Fall betraf den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung gegen einen namentlich nicht genannten Betreiber eines KI-gestützten Text-zu-Bild-Generators in China. Ihm wurde vorgeworfen, Nutzern die Möglichkeit gegeben zu haben, Bilder zu erstellen, die denen der bekannten japanischen Science-Fiction-Reihe Ultraman ähnelten.
Hintergrund: SCLA vs. Betreiber einer KI-Plattform
Shanghai Character License Administrative Co., Ltd. (SCLA), die Lizenznehmerin der Ultraman-Rechte in China, leitete im Dezember 2023 ein Gerichtsverfahren gegen den Betreiber der KI-Plattform ein.
SCLA behauptete, dass die KI-gestützte Plattform des Beklagten die Erstellung von Bildern ermöglichte, die denen der Ultraman-Franchise stark ähnelten, und dadurch seine ausschließlichen Rechte zur Nutzung, Vervielfältigung und Erstellung abgeleiteter Werke auf der Grundlage von Ultraman-Bildern verletzte.
Das Internetgericht Guangzhou gab SCLA in zwei zentralen Urheberrechtsstreitigkeiten Recht. Das Gericht stellte fest, dass die KI-Plattform des Beklagten das ausschließliche Recht von SCLA zur Vervielfältigung von Ultraman-Bildern verletzte. Es befand, dass die generierten Bilder den urheberrechtlich geschützten Ultraman-Werken „im Wesentlichen ähnlich“ seien und bestätigte damit die Klage von SCLA wegen Urheberrechtsverletzung.
Zweitens gab das Gericht SCLA in der Frage der abgeleiteten Werke Recht und stellte fest, dass bestimmte vom Beklagten erstellte Werke Elemente urheberrechtlich geschützter Ultraman-Materialien enthielten und somit unzulässige Ableitungen darstellten.
Auswirkungen der chinesischen KI-Regulierungen
Dieses wegweisende Urteil befasste sich eingehend mit Chinas KI-spezifischen Vorschriften, insbesondere mit den Übergangsmaßnahmen zur Verwaltung von Dienstleistungen im Bereich der generativen künstlichen Intelligenz. Diese im August 2023 erlassenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Forschung, Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungen im Bereich der generativen KI in China zu regulieren.
Das Gericht stellte fest, dass der Beklagte mehrere in den einstweiligen Maßnahmen festgelegte Verpflichtungen nicht erfüllt hat, darunter die Einrichtung eines Meldemechanismus für Beschwerden über Urheberrechtsverletzungen und die Aufklärung der Nutzer über die Risiken der Beteiligung an urheberrechtsverletzenden Aktivitäten.
Gerichtsentscheidung und Rechtsbehelfe
Angesichts der Verstöße des Beklagten gegen die einstweiligen Maßnahmen verurteilte das Internetgericht Guangzhou den Beklagten zur Zahlung von 10.000 RMB Schadensersatz an SCLA. Es ordnete jedoch nicht die Löschung der Ultraman-spezifischen Daten aus dem KI-Modell an, da ein Drittanbieter am Trainingsprozess des Modells beteiligt war.
Stattdessen ordnete das Gericht an, dass der Beklagte Maßnahmen ergreifen müsse, um die Einhaltung der einstweiligen Maßnahmen zu gewährleisten und so die Integrität der KI-Plattform zu wahren und gleichzeitig potenzielle Urheberrechtsverletzungen zu minimieren.
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Brian Koome
Brian Koome verfügt über mehr als sieben Jahre Erfahrung im Bereich Blockchain- und Kryptowährungsberichterstattung und ist seit 2017 in der Branche aktiv. Er hat für führende Publikationen wie BlockToday.com geschrieben. Darüber hinaus entwickelte er den Ethereum -101-Kurs für BitDegree.org, bevor er als festangestellter Autor zu Cryptopolitan wechselte. Brians Themenschwerpunkte umfassen Evergreen-Guides, detaillierte Analysen, Interviews und Preisanalysen. Sein Fokus auf DeFi, Blockchain-Innovationen und aufstrebende Kryptoprojekte begeistert die Leser.
















