Ethereum basierende Kryptowährungsbörse IDEX hat nach der letzten Handelswoche das Know-Your-Customer-Protokoll (KYC) eingeführt. Seit vergangenem Freitag müssen alle Nutzer die KYC-Verifizierung durch die Erstellung eines Kontos abschließen, um mit Kryptowährungen handeln zu können.
Die Börse erntete nach ihrer ersten Ankündigung im Jahr 2018 massive Kritik. Der Großteil der Kritik kam von Datenschützern. Sie befürchteten, dass die Börsen durch die KYC-Prüfungen private Kundendaten ausspionierten.
Ungeachtet dessen bleibt unklar, welche Auswirkungen KYC auf IDEX haben wird. Zwar erhöht es die Sicherheit der Plattform, dürfte aber viele datenschutzbewusste Kunden abschrecken und somit die Aktivitäten der Börse beeinträchtigen. Bislang sind jedoch keine Anzeichen für einen Massenabgang von Kunden zu verzeichnen.
Mehr als zwölftausend Nutzer erstellten vor Ablauf der Frist ein Konto, weitere dreitausend nach deren Ablauf. Statistiken zeigen, dass über 95 Prozent der aktiven Kunden der Börse ein Konto auf der Plattform angelegt haben.
Diese Konversionsrate ist ein großer Erfolg für das Unternehmen und liegt Berichten zufolge sogar über den Erwartungen.
IDEX basiert auf Ethereum , weist aber Merkmale sowohl einer zentralisierten als auch einer dezentralisierten Börse auf. Kunden können ihre Guthaben auf der Ethereum Blockchain verwalten, Transaktionen werden jedoch außerhalb der Blockchain abgewickelt, um Slippage zu vermeiden.
Diese Funktion hat IDEX in der Vergangenheit, zuletzt während des Krypto-Winters, geholfen. IDEX verzeichnete während des Krypto-Winters ein erhöhtes Handelsvolumen, während viele zentralisierte Börsen Einbußen hinnehmen mussten. Laut CEO Alex Wearn war dies auf den Wechsel von Market Makern zur Open-Source-Plattform zurückzuführen.
Das KYC-Protokoll wurde ursprünglich Ende 2018 angekündigt, ging aber erst im Juli dieses Jahres online.
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