Zusammenfassung (TL;DR)
- Neues deutsches Kryptogesetz zielt darauf ab, Kryptowährungsinvestitionen im Wert von 415 Milliarden US-Dollar im Spezialfonds anzuregen
- „Spezialfonds“ dürfen nun bis zu 20 Prozent in Krypto-Assets investieren
- Eine kryptofreundliche Politik wird Deutschland zur führenden europäischen Finanzmacht machen
Deutsches Kryptogesetz steht kurz vor massiven Änderungen
Der Deutsche Bundestag hat dem Fondsstandortgesetz zugestimmt, das es Spezialfonds erlaubt, bis zu 20 Prozent ihres Portfolios in Kryptowährungen zu halten. Spezialfonds sind führende deutsche Fonds, die für ihre Größe und breite Akzeptanz bekannt sind. Sie dürfen nun 20 Prozent ihres Vermögens in Kryptowährungen anlegen, was derzeit einem Wert von rund 415 Milliarden US-Dollar entspricht.
Deutschland, als wirtschaftliche und industrielle Großmacht Europas, wird zweifellos erheblich von dem neuen Fondsstandortgesetz profitieren. Große deutsche Fonds haben nun die Möglichkeit, ihr Portfolio mit Bitcoin und weiteren Altcoins zu diversifizieren.
Deutschlands kryptofreundliche Gesetzgebung soll 4.000 Spezialfonds zugutekommen
Das Fondsumleitungsgesetz wurde erstmals im April 2021 eingebracht und anschließend vom Bundestag verabschiedet. Theoretisch würden die Spezialfonds, wenn jeder von ihnen 20 Prozent Kryptowährungen erwerben würde, insgesamt Kryptowährungen im Wert von 415 Milliarden US-Dollar kaufen.
Sven Hildebrandt, CEO von Distributed Ledger Consulting, bezog sich auf die Schätzung von 415 Milliarden US-Dollar in einer deutschen Zeitung . Die fiskalischen Auswirkungen einer solch kolossalen Kryptowährungsinvestition großer deutscher institutioneller Anleger sind enorm, insbesondere in der aktuellen Stagnationsphase des Kryptomarktes.
Hildebrandt ist überzeugt, dass das Interesse der Spezialfonds weiter explodieren wird. Dies könnte einen massiven Krypto-Investitionsboom im Land auslösen. Bitcoin wird dabei natürlich die erste Wahl sein, gefolgt von anderen Kryptowährungen.
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Spezialfonds spielen in Deutschland eine große Rolle. Aktuell verwalten rund 4.000 Spezialfonds ein Vermögen von etwa 2,2 Billionen US-Dollar. Im Vergleich dazu gibt es in den Vereinigten Staaten keine vergleichbaren Fonds.
Spezialfonds genießen bei deutschen Anlegern hohes Ansehen, da sie überlegene Flexibilität, hohe Liquidität, weniger Kreditbeschränkungen und eine breite Vermögensdiversifizierung bieten. Der solide deutsche Regulierungsrahmen ist ein zusätzlicher cake für Anleger.
Das neue Gesetz wurde vom Bundesverband Alternative Investments (BAI) begrüßt. Der Verband hat sich zudem dafür ausgesprochen, ähnliche Gesetze auch für öffentliche Fonds einzuführen.
Solche kryptofreundlichen Maßnahmen werden Deutschlands Position als europäisches Finanzzentrum sicherlich stärken. Hildebrandt merkte an, dass dies auch der lokalen Blockchain- und Kryptowährungsbranche einen Schub verleihen würde.
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