French Hill, aus Arkansas stammend und derzeit Vorsitzender des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte, Finanztechnologie und Inklusion des US -Repräsentantenhauses, strebt nach Höherem. Nachdem Patrick McHenry angekündigt hat, im Januar 2025 nicht erneut zu kandidieren, bereitet sich Hill auf die Übernahme des Vorsitzes des gesamten Ausschusses vor. Man stelle sich die Welt der Finanzen und digitalen Vermögenswerte vor, ein komplexes Geflecht aus Innovation und Regulierung, in dessen Zentrum Hill steht und sich zum Meister dieser Entwicklung aufschwingt.
Hill ist kein Neuling in der Szene. Seit seinem Amtsantritt im Unterausschuss für digitale Vermögenswerte, der im Januar 2023 gegründet wurde, hat er die Diskussionen über Kryptowährungen maßgeblich mitgestaltet – von der Terrorismusfinanzierung bis hin zu den komplexen Fragestellungen der Geldwäsche. Hill ist nicht nur Teilnehmer, sondern war auch stellvertretender Vorsitzender des gesamten Ausschusses des Repräsentantenhauses – stets unter der Aufsicht von ihm selbst und McHenry. Dies beweist, dass sie es mit Finanzdienstleistungen ernst meinen.
Der Weg zur Führung
Brooke Nethercott, Hills Sprachrohr im Kommunikationsbereich, verriet gegenüber Cointelegraph, dass Hill seit McHenrys brisanter Ankündigung intensive Gespräche mit seinen Kollegen über eine mögliche Kandidatur für den Vorsitz des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses geführt hat. Mit seiner vier Jahrzehnte währenden, erfolgreichen Karriere im öffentlichen und privaten Finanzdienstleistungssektor hat Hill beschlossen, sein Können unter Beweis zu stellen und den Ausschussvorsitz anzustreben.
Doch wie bei allen großen Geschichten über Ehrgeiz und Macht gibt es einen Haken. Der Thron, den Hill anstrebt, ist nur erreichbar, wenn seine republikanischen Parteikollegen nach den Wahlen 2024 ihre Mehrheit behalten. Welch eine Spannung in der Demokratie! Alle Sitze im Repräsentantenhaus, im Senat und die Präsidentschaft stehen zur Wahl – die Bühne ist bereitet für einen epischen Machtkampf zwischen Demokraten und Republikanern. In einer Wendung des Schicksals, die einer Daily Soap würdig wäre, äußerte Hill in einem Interview im Januar 2024 die Hoffnung, dass bestimmte Gesetzesentwürfe zum Thema Kryptowährungen noch vor Jahresende vom gesamten Ausschuss verabschiedet würden.
Sich in der Landschaft digitaler Assets zurechtfinden
Im Hinblick auf die sich ständig weiterentwickelnde Welt der digitalen Vermögenswerte haben Hill und seine Mitstreiter Patrick McHenry und Mike Flood ihre Bedenken deutlich geäußert. Sie haben das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) wiederholt kritisiert und die Klarheit einer im November 2023 vorgeschlagenen Regelung infrage gestellt, die die Aufsichtsbefugnisse des CFPB im unübersichtlichen Markt für digitale Vermögenswerte ausweiten würde.
Ihr Streitpunkt? Eine unklare defivon „Fonds“, die digitale Vermögenswerte unter die Aufsicht des CFPB bringen und möglicherweise die Freiheit von Peer-to-Peer-Transaktionen über selbstverwaltete Wallets einschränken würde. Das Trio lehnt dies entschieden ab und plädiert für eine transparente Politik, die den Kryptomarkt nicht beeinträchtigt. Sie haben weitere 60 Tage für öffentliche Stellungnahmen genutzt, um die Auswirkungen des Vorschlags auf Kryptowährungen zu verdeutlichen.
Der Crypto Council for Innovation schließt sich den Bedenken von Hill und seinen Mitstreitern hinsichtlich des Vorschlags an. Man befürchtet, dass die Regulierungsbemühungen dadurch noch weiter fragmentiert werden könnten, und schlägt dem CFPB vor, vorerst abzuwarten, bis der Kongress die endgültigen Gesetze festlegt.

