In einer aktuellen juristischen Entwicklung hat der Anwalt Adam Moskowitz, bekannt für sein Engagement in Zivilprozessen im Zusammenhang mit Kryptowährungsunternehmen, einen wichtigen Schritt in der laufenden Auseinandersetzung um den ehemaligen Binance CEO Changpeng „CZ“ Zhao unternommen. Ein am 8. Dezember beim US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von Florida, Abteilung Miami, eingereichter Antrag zielt auf eine Zeugenaussage von Changpeng Zhao ab.
Der ehemalige Binance CEO soll in einem Milliarden-Dollar-Prozess aussagen
Der Antrag unterstreicht die entscheidende Rolle, die seine Aussage in der Milliarden-Dollar-Klage gegen Zhao, Binanceund bestimmte Krypto-Influencer spielen würde. Das Verfahren war im August von einem Gericht vorläufig eingestellt worden. Moskowitz und seine Kanzlei vertreten seit Längerem Mandanten in Fällen gegen namhafte Krypto-Unternehmen. Insbesondere spielte er eine Schlüsselrolle in einem Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von FTX, in dem er Opfer vertrat und gegen Prominente vorging, die die Kryptobörse beworben hatten.
Zudem war er in eine Klage verwickelt, in der Anlegern Verluste aufgrund der Werbung des Fußballstars Cristiano Ronaldo für die Non-Fungible Tokens (NFTs) von Binancevorgeworfen wurden. Die Entscheidung, den Antrag auf Zeugenvernehmung einzureichen, wurde durch die Anweisung eines Richters in Washington beeinflusst, wonach Zhao bis zu seiner für Februar 2024 angesetzten Urteilsverkündung in den USA bleiben sollte. Im November kam es zu einer bedeutenden Wendung: Die US-Behörden gaben eine Einigung mit Binanceüber 4,3 Milliarden US-Dollar bekannt, woraufhin CZ als CEO zurücktrat und sich eines schweren Verbrechens schuldig bekannte.
Moskowitz beleuchtet die Unsicherheiten bezüglich Zhaos möglicher Haftstrafe und betont deren ungewisse Dauer. Sollte Zhao nicht ins Gefängnis müssen, besteht die Möglichkeit seiner Rückkehr in die Vereinigten Arabischen Emirate. Im Falle einer Haftstrafe hingegen gestaltet sich die Organisation einer Zeugenaussage aus dem Gefängnis komplex und schwierig. Der Anwalt hebt hervor, dass Zhaos Schuldbekenntnis zu den Bundesanklagen, insbesondere zum Mangel an Sicherheitsvorkehrungen während seiner Zeit als CEO Binance , einige der Behauptungen der Kläger im laufenden Zivilprozess stützen könnte.
Unsicherheiten auf dem Kryptomarkt meistern
In der Zivilklage wird Binance vorgeworfen, nicht registrierte Wertpapiere beworben zu haben, obwohl die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), die für die Überwachung von Wertpapieren zuständig ist, nicht direkt an der Einigung mit Zhao, Binanceund der Regierung beteiligt war. Moskowitz weist auf die laufenden Verfahren der SEC gegen Zhao und Binancehin und betont, dass die SEC weiterhin den Vorwurf erhebt, der mit Binanceverbundene BNB Token sei ein nicht registriertes Wertpapier.
Dies wirft Fragen hinsichtlich des angeblichen Wertes von 4 Milliarden US-Dollar auf, wobei Moskowitz andeutet, dass diese Bewertung innerhalb kurzer Zeit auf null sinken könnte. Es bestehen jedoch Unsicherheiten hinsichtlich der Reaktion des Gerichts auf Moskowitz' Antrag, da Zhao nicht mehr CEO von Binance ist und sich von der Unternehmensführung distanziert hat. Die laufenden Gerichtsverfahren werden entscheiden, ob der Richter dem Antrag stattgibt, was die Rechtslage um Binance und seinen ehemaligen CEO, CZ Zhao, weiter verkompliziert.
Die rechtlichen Entwicklungen rund um Binance und seinen ehemaligen CEO, CZ Zhao, dauern an und haben erhebliche Auswirkungen auf laufende Zivilprozesse und behördliche Maßnahmen. Die Krypto-Community und Rechtsexperten werden die Ergebnisse der juristischen Auseinandersetzungen genau verfolgen, da diese das künftige regulatorische Umfeld für Kryptowährungsunternehmen prägen könnten.

