Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und die Federal Reserve (Fed) haben Bedenken hinsichtlich der Testamente großer US-Banken geäußert und Nachbesserungen gefordert.
Notfallpläne sind unerlässlich, da sie detailliert beschreiben, wie Banken eine potenzielle Krise bewältigen und ihre Geschäftstätigkeit einstellen würden, ohne größere wirtschaftliche Turbulenzen auszulösen. Die Überprüfung hat insbesondere Schwächen in den Plänen der Bank of America, der Citigroup (Citi), von Goldman Sachs und von JPMorgan Chase aufgezeigt.
US-Behörden kritisieren Großbanken
Bei allen diesen Top-Banken wurden Mängel in ihren jeweiligen Nachlassplänen festgestellt, insbesondere in Bezug auf ihre Strategien zur Auflösung von Derivatepositionen.
Der Plan der Bank of America wurde kritisiert , da er bei der Abschätzung des Ressourcenbedarfs für die Auflösung ihres Derivateportfolios keine Daten außerhalb der üblichen Geschäftsprozesse berücksichtigen konnte. Dies nährt Bedenken hinsichtlich ihrer Fähigkeit, ihre bevorzugte Abwicklungsstrategie in einer tatsächlichen Finanzkrise umzusetzen.

Goldman Sachs wurde für die Art und Weise kritisiert, wie das Unternehmen sein Derivateportfolio verwaltet, insbesondere für seine Fähigkeit, das Portfolio so zu segmentieren, dass die Merkmale einzelner Handelsgeschäfte berücksichtigt werden.
Sowohl die Fed als auch die FDIC waren sich uneinig über die Komplexität und Detailtiefe, die für eine genaue Messung des Ausstiegszeitpunkts und der Kosten erforderlich sind, sowie über die Schwierigkeit der Auflösung des Portfolios in einem Abwicklungsszenario.
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JPMorgan Chase wurde auch für seine Strategie zur Auflösung von Derivaten kritisiert. Die Aufsichtsbehörden wiesen darauf hin, dass die Bank bestimmte wirtschaftliche Rahmenbedingungen bei der Berechnung des erforderlichen Kapitals und der Liquidität für die zügige Auflösung ihres Derivateportfolios nicht berücksichtigen kann. Diese Unfähigkeit gefährdet die Abwicklungsplanung und die allgemeine Finanzstabilität der Bank.
Citigroup gibt Anlass zu weiteren Bedenken
Citigroup wurde am häufigsten als die Bank genannt, mit der die FDIC und die Fed Probleme haben. Die Aufsichtsbehörden bemängeln die Schwere der Mängel im defivon Citi. FDIC-Chef Martin Gruenberg bezeichnete den Plan von Citi als unglaubwürdig und deutete an, dass er keine geordnete Abwicklung nach US-amerikanischem Insolvenzrecht ermöglichen würde.
Die Aufsichtsbehördendentzudem erhebliche defiin der Datenverwaltung von Citi fest, insbesondere in der Fähigkeit, das Derivateportfolio korrekt abzuwickeln. Dies führt dazu, dass die Berechnungen von Citi hinsichtlich des Abwicklungskapitals und des Liquiditätsbedarfs fehlerhaft sind, was in einer Krisensituation erhebliche Risiken birgt.

Die Fed hingegen hat eine etwas mildere Haltung eingenommen und die Mängel von Citi als weniger schwerwiegend eingestuft. Die Feststellung der FDIC ist zwar symbolisch, hat aber aufsichtsrechtliche Bedeutung. Wenn eine Behörde einen Plan als mangelhaft und die andere als defieinstuft, gilt der Plan insgesamt als mangelhaft.
Die FDIC betonte, dass Citi, solange diese Probleme mit der Datenzuverlässigkeit nicht gelöst seien, wirksam sicherstellen müsse, dass ihre Governance-Routinen diese Schwächen ausgleichen.
Jai Hamid

