Facebook hat seine Pläne für das Libra-Kryptowährungsprojekt geändert. Diese Entscheidung fiel nach monatelangem massivem Druck von Regulierungsbehörden und politischem Widerstand. Laut einem Bericht von The Information plant Facebook nicht mehr, den Libra-Token selbst zu produzieren. Stattdessen befindet sich das Projekt in der Phase der Bildung einer Partnerschaft mit der gemeinnützigen Libra Association. Facebooks Libra ist zurück – hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen.
Die Libra-Vereinigung
Die Libra Association steht im Zentrum der digitalen Zahlungsstrategie des Projekts. Anstatt einen eigenen Token zu erstellen, wird Facebooks Libra künftig sowohl bestehende staatlich gestützte Währungen – wie den US-Dollar und das britische Pfund – als auch den Libra-Coin nach dessen Fertigstellung unterstützen.
Laut einem Bericht von The Information verschiebt Facebook die Einführung der digitalen Geldbörse Calibra, die als Vorzeigeprojekt für die Libra-Technologie dienen sollte. Mit Calibra sollte jeder Smartphone-Nutzer Kryptowährungen kaufen, speichern und damit verschiedene Artikel bezahlen können. Die Geldbörse wird nun mehrere Währungen unterstützen, darunter auch Libra, sobald diese eingeführt wird.
Calibra, ursprünglich für den Sommer geplant, erscheint nun im Oktober 2020. Die Wallet wird zunächst nur für die von der App unterstützten Währungen verfügbar sein. Dies könnte die Verbreitung von Calibra hemmen. Laut „The Information“ sollen die Funktionen zum Speichern und Überweisen von Geld über Facebook Messenger und WhatsApp eingeführt werden. Wann genau dies geschieht, ist jedoch noch unklar.
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Das Libra-Projekt
Libra wurde erstmals im Juni 2019 angekündigt und war ein ambitionierter Schritt, um Facebook und seine Partner als wichtige Akteure im neuen Markt für digitale Zahlungen zu positionieren. Es besteht aus zwei Komponenten: dem Libra-Token, der ähnlich wie andere Kryptowährungen konzipiert ist, sich aber in Bereichen wie Stabilität unterscheidet; und dem Blockchain-Netzwerk, das die Grundlage des Tokens bildet.
Gründliche Überprüfung
Facebook hatte zwar mit einer gewissen Kritik an seinem Produkt gerechnet, war aber auf den darauf folgenden Sturm der Entrüstung nicht vorbereitet. Heftiger politischer Widerstand und regulatorische Bedenken setzten dem Unternehmen bei der Umsetzung des Projekts zu. Um dem entgegenzuwirken, gründete Facebook die Libra Association, deren eines der beiden Unternehmen Facebook und Calibra sein sollten. Ursprünglich gehörten der Vereinigung 27 Unternehmen an, viele traten jedoch nach der Kontroverse wieder aus
#FacebookLibra : Was kann da schon schiefgehen? #Datenschutz #Cartoon via @USATODAY : https://t.co/sDD2S1baYw pic.twitter.com/S9kpdherjG
— InCountry (@InCountryInc) 21. Juni 2019
Eine Abwanderung der Partner
Nach monatelangem Schweigen hat ein neuer Bericht von The Information enthüllt, dass Facebook die Einführung des Produkts im Oktober 2020 plant. Trotz des Ausstiegs vieler Partner der Libra Association will Facebook an seinem umstrittenen Projekt festhalten. Auch Calibra, die zugehörige Wallet, wird veröffentlicht und Libra sowie andere staatlich gestützte Währungen unterstützen. Hoffentlich verläuft das Jahr für Facebook reibungsloser.
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