Facebook Libra: Datenschutzrisiken im Fokus inmitten der Empörung über maschinelles Tagging in sozialen Medien

Facebook-Datenschutzprobleme bei Libra
Der Ausfall sozialer Medien in verschiedenen Regionen, der über eine Milliarde Nutzer betraf, legte offen, wie Facebooks KI-Tool für maschinelles Lernen verschiedene Fotos kategorisiert. Die zunächst harmlose Debatte entwickelte sich jedoch zu einer umfassenderen und ernsteren Diskussion über die Datenschutzrisiken, die Facebook Libra birgt.
Ein 2017 auf YouTube hochgeladenes Video von College Humor erklärt, wie die scheinbar kostenlosen Websites beweisen, dass es nichts umsonst gibt. In einer parodistischen, Matrix-artigen Realität erklärt Adam, wie die Websites Daten an Werbetreibende verkaufen, um Geld zu verdienen.
Das Video zeigt auch, wie Facebook-Algorithmen es Werbeunternehmen ermöglichen, die besonders anfälligen Nutzer gezielt anzusprechen. Das ist jedoch alles Geschichte, seit die Anhörung des Senatsausschusses zum Cambridge-Analytica-Datenskandal bei Facebook stattfand.
Facebook Libra wird Händlerdaten sammeln
Zu den beiden größten Bedenken gegenüber dem Chef des Stablecoins Libra von Facebook gehört die Datenerfassung durch Facebook, die es dem Konzern ermöglicht, genau zu wissen, was ein Händler in den nächsten Stunden tun könnte oder nicht.
Stellen Sie sich die persönlichen Daten vor, die Facebook bereits über zahlreiche Händler besitzt, kombiniert mit der Analyse der Handelstrends derselben Person. Facebook Libra würde der zentralisierten Stiftung, die den Stablecoin betreibt, die Möglichkeit geben, den Markt über Libra hinaus zu kontrollieren.
Facebook kann man im Umgang mit privaten Daten nicht vertrauen
Seit dem Cambridge-Analytica-Skandal vertrauen die meisten Nutzer Facebook ihre privaten Daten nicht mehr an. Dies ist ein weiterer wichtiger Grund zur Besorgnis in der Händler- und Kryptowährungs-Community, für die solche Angelegenheiten von größter Bedeutung sind.
Das jüngste Beispiel dafür lieferte das Magazin Wired, das Mark Zuckerbergs Entschuldigung für die Cambridge-Analytica-Nutzer weltweit zurückwies. Wired bezeichnete sie als „935 Wörter lange Scheinentschuldigung “.
Nach dendentberichtete Forbes, dass mehr als jeder vierte Amerikaner Facebook von seinem Mobiltelefon gelöscht hat. Die Berichte zeigten auch, dass 30 % der Facebook-Nutzer die mobile Anwendung entfernt hatten und über 60 % davon Jugendliche waren.
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Saad B. Murtaza
Saad ist Journalist, Autor, Redakteur, Forscher und Stratege mit über zehn Jahren Erfahrung in der Digital-, Print- und PR-Branche. Sein Arbeitsmotto lautet: Kreativität, Qualität und Pünktlichkeit. In seinen letzten Lebensjahren plant er, ein unabhängiges Institut aufzubauen, das kostenlose Weiterbildungen anbietet. Mit einem vielfältigen Portfolio hat er sich mit Themen wie Cyberkriminalität, Betrug, Blockchain und Kryptowährungen auseinandergesetzt und darüber publiziert.
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