Mit dem Wachstum der Kryptoindustrie nehmen auch Straftaten wie gefälschte ICOs, Schneeballsysteme und Börsenhacks tendenziell zu. Ein aktueller Bericht zeigt, dass 2019 mehr Börsenhacks als in den Vorjahren verzeichnet wurden. Trotz der höheren Anzahl an Hacks war der Wert der gestohlenen Vermögenswerte jedoch geringer als in den Vorjahren.
Börsenhacks
Der Chainalysis-Bericht verglich ausschließlich Daten zu Angriffen auf Kryptobörsen und ignorierte ähnliche Angriffe auf Wallet-Anbieter, Zahlungsdienstleister und ähnliche Institutionen. Der Bericht enthielt Daten zu Hacks, die technische Schwachstellen wie Sicherheitslücken und Täuschungsangriffe ausnutzten, und bewertete und verglich deren Wert. Auch Daten zu Hacks aus privaten Quellen wurden berücksichtigt.
Von den elf durchgeführten Hackerangriffen war der Angriff auf Coinbene einer der schwerwiegendsten. Er verursachte einen Schaden von über 100 Millionen US-Dollar. Dies war ein enormer Verlust, wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Schaden pro Angriff lediglich 26 Millionen US-Dollar betrug. Dieser Wert stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 146 Millionen US-Dollar dar. Darüber hinaus verursachte etwa die Hälfte der Angriffe nicht einmal einen Schaden von 10 Millionen US-Dollar.
Chainalysis stellte fest, dass der Anstieg der Angriffe zwar Anlass zur Sorge gibt, der Rückgang der gestohlenen Gelder jedoch zeigt, dass sich die Sicherheit der Börsen deutlich verbessert hat.
Der Bericht trac, dass der Großteil der gestohlenen Gelder an Adressen auf anderen Börsen transferiert wird. Anschließend werden diese Gelder in Fiatwährungen wie US-Dollar umgetauscht. Zwar lassen sich ungenutzte Token trac, doch ermöglichen Drittanbieter-Mixer oder CoinJoin-Wallets den Nutzern, die Herkunft der gestohlenen Gelder zu verschleiern.
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