- RG Coin-Gründer wegen Geldwäsche verurteilt
- Iossofov agierte als Teil eines internationalen Netzwerks für Autografiebetrug.
- Iossofov wird im Januar 2021 verurteilt.
Der bulgarische Staatsbürger Rossen Iossifov, Inhaber der Kryptobörse RG Coin, wurde wegen Geldwäsche im Rahmen eines multinationalen Auktionsnetzwerks angeklagt. Nach vierzehn Verhandlungstagen in den USA befand eine Bundesjury den Bulgaren der Geldwäsche und der Beteiligung an organisierter Kriminalität für schuldig.
Geldwäscheverdächtiger verurteilt
Das endgültige Urteil gegen Iossinov wird am 12. Januar des nächsten Jahres verkündet. Die Bundesjury stellte fest, dass in Rumänien ansässige Komplizen des verurteiltendentaus Kentucky auf Craigslist und eBay Werbung für wertvolle, nicht existierende Produkte, darunter Autos, schalteten und dabei rund 900 US-Bürger betrogen.
Die Betrüger sollen arglosen Opfern gefälschte Dokumente und Lieferscheine vorgelegt haben, auf denen die Embleme vertrauenswürdiger Marken zu sehen waren, um den Anschein von Echtheit zu erwecken. Darüber hinaus heuerte die Bande Hilfskräfte und ein Kundendienstteam an, um sich um die Anliegen der Käufer zu kümmern und Probleme zu beheben.
Nach Abschluss eines Geschäfts wandelte der Inhaber von RG Coin das Fiatgeld in digitale Vermögenswerte um und transferierte die Gelder in Steueroasen. Laut Juryurteil bot Iossifov dem Geldwäschering mindestens drei Jahre lang, von September 2015 bis Dezember 2018, vorsätzlich seine Dienste an und tauschte dabei Bitcoin im Wert von über 4,9 Millionen US-Dollar gegen die anderen vier Ringmitglieder ein.
US-Bundesagenten arbeiteten mit rumänischen Strafverfolgungsbehörden zusammen, um die Betrüger anzuklagen. Der bulgarische Staatsangehörige ist einer der 17 Verdächtigen, die im Zusammenhang mit der Klage angeklagt wurden; die drei anderen Täter sind flüchtig. Die US-Bundesbehörden deportierten über zwölf Verdächtige aus Rumänien zur Verurteilung in die Vereinigten Staaten.
Zunahme von Kryptowährungskriminalität
Eine im Juni von dem Blockchain-Analyseunternehmen CypherTracdurchgeführte Studie kam zu dem Schluss, dass der Wert der in den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 durch digitale Vermögenswerte veruntreuten Gelder über eine Milliarde US-Dollar lag. Der Bericht merkte zudem an, dass der Gesamtwert der in diesem Jahr gestohlenen Krypto-Assets bei gleichbleibender Entwicklung den Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2019 übertreffen könnte.

