Estlands Krypto-Unternehmen sehen sich angesichts strengerer regulatorischer Rahmenbedingungen mit einem Rückgang von 80 % konfrontiert

Estlands Krypto-Unternehmen sehen sich angesichts strengerer regulatorischer Rahmenbedingungen mit einem Rückgang von 80 % konfrontiert
- Estland verzeichnet einen Rückgang der registrierten Krypto-Firmen um 80 %, da strengere Vorschriften erhebliche Kapitalreserven und echte Verbindungen zum Land vorschreiben.
- Die Financial Intelligence Unit (FIU) hat verdächtige Umstände bei der Antragstellung aufgedeckt, darunter gefälschtedentund mögliche Verbindungen zu illegalen Aktivitäten.
- Estland arbeitet daran, seinen Ruf wiederherzustellen und die EU-Vorschriften einzuhalten, indem es von papierbasierten Bewertungen auf Vor-Ort-Überwachung umstellt, um Kryptofirmen besser überwachen zu können.
Die Zahl der registrierten Krypto-Unternehmen in Estland ist aufgrund des 2022 in Kraft getretenen Kryptogesetzes um etwa 80 % gesunken. Dieses Gesetz verpflichtet Unternehmen zur Aufrechterhaltung signifikanter Kapitalreserven und zum Nachweis einer tatsächlichen Verbindung zu Estland. Daten der estnischen Geldwäschebehörde, der Financial Intelligence Unit (FIU), zeigen, dass rund 200 Lizenzen von Unternehmen freiwillig zurückgegeben wurden, während die Behörde eine ähnliche Zahl dementierte.
Matis Mäeker, Direktor der FIU, erklärte, die Erneuerung der Genehmigungen habe unerwartete Sachverhalte aufgedeckt, die bei den Aufsichtsbehörden Besorgnis auslösten. Einige Anträge deuteten auf mögliche Verbindungen zu illegalen Aktivitäten hin, etwa auf Personen, die ohne ihr Wissen in Vorstände berufen wurden oder gefälschtedentverwendeten. Darüber hinaus enthielten viele AnträgedentUnterlagen, da mehrere Unternehmen für ihre Dokumente auf dieselben Anwalts- und Beratungsfirmen zurückgegriffen hatten.
Übergang zur Vor-Ort-Betreuung
Mäeker betonte, dass die FIU bald von papierbasierten Prüfungen auf regelmäßige Vor-Ort-Kontrollen umstellen werde, um Krypto-Unternehmen effektiver zu überwachen. Estland, bekannt als Standort digitaler Giganten wie Wise, Bolt und Skype, bemüht sich, seinen Ruf nach dem Geldwäscheskandal der Danske Bank wiederherzustellen, bei dem russische Gelder über die Tallinner Filiale der Bank flossen.
Als Mitglied der Europäischen Union ist Estland verpflichtet, die EU-Richtlinie für Märkte für Krypto-Assets umzusetzen. Diese Richtlinie schreibt vor, dass Wallet-Anbieter und Börsen eine Lizenz benötigen, um in Estland tätig zu sein. Die Bemühungen des Landes zur Stärkung seines Systems zur Bekämpfung von Geldwäsche wurden kürzlich von der internationalen Standardisierungsorganisation Moneyval bewertet.
Mäeker äußerte auf einer Konferenz am 29. März die Hoffnung, dass diese Evaluierung den Skandalen im estnischen Bankensektor ein Ende setzen würde. Durch die Durchsetzung strengerer Vorschriften und eine verstärkte Aufsicht will Estland ein transparenteres und sichereres Umfeld für das Wachstum und die Entwicklung seiner Kryptoindustrie schaffen.
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Damilola Lawrence
Damilola Lawrence berichtet seit über fünf Jahren über Kryptomärkte und Technologie. Zuvor veröffentlichte er Krypto-Analysen und -Einblicke in TheShibMagazine, CryptoMode, Qweens Magazine und die Recording Academy, bevor er zu Web3 wechselte. Bei Cryptopolitanist er Spezialist für Kryptopreisprognosen. Nach seinem Bachelor-Abschluss absolvierte er ein Masterstudium in IT-Cybersicherheit an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität.
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