Die Eurozone steht am Rande eines weiteren Wirtschaftsabschwungs, eine Situation, die in Finanzkreisen und darüber hinaus Besorgnis auslöst. Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB)dentin einer recht deutlichen Rede vor Optimismus und hob die drohendetracund anhaltende Inflation hervor. Dieses Bild zeichnet ein düsteres Bild für die Wirtschaft der Eurozone und deutet auf eine schwierige Zeit hin, die vor uns liegt.
Wirtschaftlicher Gegenwind und Inflationsschübe
Kommen wir gleich zur Sache: Die EZB redet nicht um den heißen Brei herum, wenn es um die Wirtschaft geht. Wir steuern im vierten Quartal auf einen Abschwung zu. Luis de Guindos, Vizepräsident der dent , ist bekannt für seine Direktheit. In Madrid brachte er es unmissverständlich auf den Punkt: Die Disinflation des letzten Jahres wird 2024 ihren Höhepunkt erreichen. Die Preise begannen zu steigen und schnellten von 2,4 % im November auf 2,9 % im Dezember. Das sind nicht nur Zahlen auf dem Papier; es sind deutliche Warnsignale.
Doch hier wird es knifflig. Die EZB steckt in einer Zwickmühle. Am 25. Januar findet ihre Sitzung statt, und die zentrale Frage lautet: Wann beginnen wir mit Zinssenkungen? Die Wirtschaft ist nicht gerade in Bestform, und die Inflation hält sich hartnäckig und liegt weiterhin über der von der EZB angestrebten 2%-Marke. Ökonomen und Investoren mögen zwar optimistisch sein, dieses Ziel noch in diesem Jahr zu erreichen, doch die EZB rechnet erst im dritten Quartal 2025 damit.
Sich im Labyrinth der Geldpolitik zurechtfinden
Was ist also der Plan der EZB? De Guindos hält sich bedeckt. Offiziell setzt man aufdent Entscheidungen – eine elegante Umschreibung dafür, dass man improvisiert. Und vergessen wir nicht den Harmonisierten Verbraucherpreisindex. Er ist wie der Puls der Wirtschaft, und momentan schlägt er nicht so gleichmäßig ein, wie wir es uns wünschen.
Carsten Brzeski, Ökonom bei ING, geht davon aus, dass die EZB im ersten Quartal mit Zinssenkungen noch warten wird. De Guindos' Äußerungen zur Inflation deuten nicht gerade auf eine sofortige Zinssenkung hin. Er betrachtet Spanien als Beispiel, wo die Inflation stark schwankte – sie fiel unter 2 % und schnellte dann nach dem Wegfall der Energiesubventionen wieder über 3 %. Er prognostiziert ein ähnliches Muster für die Eurozone, da die Energiesubventionen auslaufen und positive Basiseffekte im Energiesektor zu erwarten sind.
Vergessen wir nicht, dass sich die Wirtschaft der Eurozone eher im Schneckentempo als rasant entwickelt hat. Das vergangene Jahr verlief ziemlich stagnierend, und in den drei Monaten bis September schrumpfte sie sogar leicht. Sicher, es wird von einer leichten Erholung in diesem Jahr gesprochen, aber De Guindos ist noch nicht euphorisch. Er spricht von „enttäuschend“ und „Verlangsamung“, insbesondere im Bau- und Fertigungssektor. Und der Dienstleistungssektor? Auch hier wird mit Einbußen gerechnet.
Die düstere Stimmung teilt nicht nur De Guindos. Sie wird auch vom S&P Global PMI-Index bestätigt, der die Geschäftsentwicklung genau im Blick behält. Dieser befindet sich weiterhin imtrac, was nicht wünschenswert ist. Und obwohl die EZB die Spekulationen um eine Zinssenkung zurückweist, wartet sie ab, bis sich der Lohndruck beruhigt hat, bevor sie hinsichtlich der Inflation Entwarnung geben kann.
Und dann ist da noch der Arbeitsmarkt. Er hat sich zwar recht stabil gezeigt, aber es zeichnen sich erste Risse ab. Die geleisteten Arbeitsstunden sind gesunken, und die Zahl der offenen Stellen ist nicht mehr so hoch wie früher. Isabel Schnabel, eine weitere hochrangige EZB-Vertreterin, meint, es sei noch zu früh, über Zinssenkungen nachzudenken. Die EZB hält ihre Leitzinsen vorerst unverändert und wartet weitere Daten ab, bevor sie Maßnahmen ergreift.
Was ist also das Fazit? Die wirtschaftlichen Aussichten der Eurozone sind alles andere als rosig. Die Inflation lässt zwar nach, bleibt aber ein ständiges Problem. Die Strategie der EZB? Wachsamkeit bewahren, geopolitische Spannungen im Auge behalten und noch nicht zu früh jubeln. Der Weg ist steinig, und es bedarf einiger Anstrengungen, um die Wirtschaft der Eurozone wieder auf Kurs zu bringen.

