- Die ersten Governance-Maßnahmen von Uniswap zur Senkung der Schwelle sind gescheitert.
- Die Gesamtzahl der Stimmen erreichte nicht die für die Verabschiedung einer Änderung erforderliche Schwelle von 40 Millionen.
In der vergangenen Woche führten die Mitglieder der Community der führenden dezentralen Börse (DEX) Uniswap erstmals eine Abstimmung über eine Änderung der Protokoll-Governance-Schwellenwerte für die Annahme und das Inkrafttreten eines Updates durch. Die Abstimmung, die heute Morgen endete, verlief jedoch genau aus dem Grund erfolglos, aus dem sie initiiert worden war.
Die erste Abstimmung bei Uniswap erreichte nicht die erforderliche Stimmenzahl von 40 Millionen.
Bei der soeben abgeschlossenen Abstimmung wurden rund 39,5 Millionen Stimmen für den Vorschlag von Dharma, einem Open-Source-Kreditprotokoll, abgegeben. Etwa 700.000 Stimmen sprachen sich dagegen aus. Obwohl 98 Prozent der Stimmen für den Vorschlag sprachen, konnte er nicht in Kraft treten, da die erforderliche Mehrheit von 40 Millionen Stimmen nicht erreicht wurde.
Um eine Änderung auf Uniswap vorzuschlagen, muss eine Einzelperson oder Organisation mindestens 10 MillionenUNI(Governance-Token des Protokolls) besitzen. Dies entspricht etwa einem Prozent des gesamten Token-Angebots. Allerdings sind insgesamt 40 Millionen Stimmen der Community-Mitglieder erforderlich, um über die Annahme oder Ablehnung des Vorschlags zu entscheiden. Genau hier liegt das Scheitern.
Dharma schlug eine Senkung des Schwellenwerts vor.
Der von Dharma eingebrachte Vorschlag zielte auf die Senkung der Governance-Hürden bei Uniswap . Sollte er angenommen werden, würde die für Vorschläge erforderliche Summe UNI UNI (ca. 9 Millionen US-Dollar) reduziert. Zusätzlich würde die Abstimmungsschwelle von 40 Millionen auf 30 Millionen gesenkt, um die Annahme des Vorschlags zu gewährleisten.
Der Vorschlag nährte jedoch Spekulationen, dass die Änderung es großen UNI wie Dharma ermöglichen könnte, die Protokollverwaltung leichter zu kontrollieren. Daher ist das heutige Scheitern für die Gegner durchaus von Vorteil.
Ein enttäuschendes Ergebnis, das den ursprünglichen Anlass für den Vorschlag verdeutlicht:
— Nadav von Dharma (@NadavAHollander) 19. Oktober 2020
Trotz einer Wahlbeteiligung von über 85 % (!) und einer Zustimmung von über 95 % (272 Ja- und 48 Nein-Stimmen) scheiterte die Abstimmung.
Es gibt aber auch einen Lichtblick… https://t.co/iXZgwxC5da

