Am Dienstag fiel der Dollar auf den niedrigsten Stand seit sechs Wochen, nachdem neue Anzeichen darauf hindeuteten, dass Trumps Handelspolitik der US-Wirtschaft schadet.
Am Dienstag veränderte sich der Dollar-Index kaum, nachdem er auf 98,58 gefallen war – den niedrigsten Stand seit Ende April. Gegenüber dem japanischen Yen notierte der Dollar bei 142,71, fast einem Wochentief. Der Euro pendelte um 1,1446 US-Dollar, nachdem er kurzzeitig auf 1,1454 US-Dollar gestiegen war – dentronStand seit sechs Wochen.
Die im Laufe dieser Woche erwarteten Daten zur Industrieproduktion und zum Beschäftigungswachstum könnten das Ausmaß der durch den Handelskrieg verursachten Schäden verdeutlichen. Obwohl sich die globalen Aktienmärkte erholt haben, hat der Dollar weiter an Wert verloren.
Am Mittwoch verdoppeln sich die US-Zölle auf importierten Stahl und Aluminium auf 50 %. Gleichzeitig endet an diesem Tag die Frist für andere Nationen, ihre besten Vorschläge in den laufenden Handelsgesprächen mit Washington einzureichen.
Rodrigo Catril, leitender Devisenstratege der National Australia Bank, sagte: „Diese ganze Dynamik zeigt im Grunde, dass sich die Handelsspannungen in dieser Hinsicht nicht wirklich verbessern und der Dollar allgemein stark unter Druck geraten ist.“ Er fügte hinzu, dass sich der australische und der neuseeländische Dollar gut gehalten hätten.
Die neuseeländische Währung legte um 0,1 Prozent zu und stieg auf 0,6045 US-Dollar, ein neues Hoch für das Jahr 2025. Der australische Dollar blieb unverändert bei 0,64951 US-Dollar.
Die Anleger blicken nun gespannt auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank im Laufe der Woche, bei der die Bank ihre Entscheidung über die Zinssätze bekannt geben und eine Prognose für die kommenden Monate abgeben wird.
Die Schuldensorgen in den USA lösen den „Sell America“-Trend aus
Am Montag fiel der Dollar-Index um 0,8 Prozent, nachdem Daten zeigten, dass die US-Produktion im Mai den dritten Monat in Folge schrumpfte. Verzögerungen durch Zölle hatten die Lieferzeiten der Zulieferer verlängert. In der vergangenen Woche erholte sich der Dollar kurzzeitig und stieg um 0,3 Prozent, als die Gespräche mit der Europäischen Union wieder aufgenommen wurden.
Zudem blockierte das US-Handelsgericht die meisten von Trump vorgeschlagenen Zölle. Ein Berufungsgericht hob diese Blockade jedoch einen Tag später auf, und die Regierung erklärte, sie werde gegebenenfalls nach anderen Möglichkeiten suchen, die Zölle durchzusetzen.
Die Sorgen um die Finanzen der US-Regierung haben die Anlegerstimmung ebenfalls belastet und zu einem breiteren „Sell America“-Trend geführt, der in den letzten Monaten Aktien und Staatsanleihen nach unten gedrückt hat.

