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Von Montenegro in die USA: Do Kwons Schicksal steht auf dem Spiel

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Do Kwon wurde nach seiner Festnahme in Montenegro in den USA angeklagtDo Kwon wurde nach seiner Festnahme in Montenegro in den USA angeklagt

In diesem Beitrag:

  • Do Kwon wurde von US-Staatsanwälten wegen Betrugs angeklagt.
  • Er war mehrere Monate auf der Flucht und wurde in Montenegro festgenommen, bevor er in den USA angeklagt wurde.

Do Kwon, der südkoreanische Unternehmer hinter dem Kryptowährungs-Start-up Terraform Labs, wurde von US-Staatsanwälten wegen Betrugs angeklagt.

Die Anklagepunkte, darunter jeweils zwei Fälle von Wertpapierbetrug, Überweisungsbetrug, Warenbetrug und Verschwörung, wurden im US-Bezirksgericht in Manhattan wenige Stunden nach Bekanntwerden von Kwons Verhaftung am 23. März in Montenegro öffentlich gemacht.

Terraform mitbegründet und die Kryptowährungen TerraUSD und Luna entwickelt hat, war mehrere Monate auf der Flucht, nachdem die südkoreanischen Behörden im vergangenen September einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatten.

Diedentdes in Montenegro festgenommenen Verdächtigen wurde als Kwon bestätigt, nachdem seine Fingerabdrücke mit den Daten der montenegrinischen Nationalen Polizeibehörde (KNPA) übereinstimmten. Die Staatsanwaltschaft arbeitet nun mit anderen Institutionen zusammen, um eine zügige Rückführung zu gewährleisten.

Dem Strafverfahren geht eine damit zusammenhängende zivilrechtliche Anklage der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) gegen DoKwon und Terraform im vergangenen Monat voraus.

In ihrem Zivilverfahren beschuldigte die SEC DoKwon und Terraform der „Orchestrierung eines milliardenschweren Wertpapierbetrugs mit Krypto-Assets“. In der Klage wurde behauptet, dass sie falsche und irreführende Angaben gemacht hätten, um Vertrauen aufzubauen, bevor sie den Anlegern verheerende Verluste zufügten.

TerraUSD war ein sogenannter „Stablecoin“, der einen konstanten Preis von 1 US-Dollar gewährleisten sollte, während der Wert von Luna schwankte. Behörden gaben jedoch an, dass TerraUSD und Luna paarweise miteinander verbunden waren, sodass ein Wertverlust des einen auch den des anderen mit sich bringen konnte.

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Sie sagten außerdem, Kwon habe die Stabilität von TerraUSD falsch dargestellt, das einst zu den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung gehörte. Beide Währungen brachen im vergangenen Mai ein, wobei der Kurs von TerraUSD auf unter einen Cent fiel.

Do Kwon und Terraform sollen wiederholt behauptet haben, dass die Token im Wert steigen würden, und die Anleger damit über die Stabilität von TerraUSD in die Irre geführt haben.

Do Kwons Verhaftung

Die montenegrinischen Behörden nahmen Kwon und einen weiteren Verdächtigen fest, der am Flughafen Podgorica einen Flug nach Dubai besteigen wollte. Bei der Kontrolle fand die Polizei gefälschte Pässe aus Costa Rica und Belgien.

„Bei der Person besteht der Verdacht, dass es sich um einen der meistgesuchten Flüchtigen handelt, den südkoreanischen Staatsbürger Do Kwon, Mitbegründer und CEO des in Singapur ansässigen Unternehmens Terraform Labs“, schrieb Innenminister Filip Adzic auf Twitter.

Die Verhaftung erfolgte nach einer langen Suche der südkoreanischen Behörden nach Kwon, die der Ansicht waren, dass Terraform Labs gegen Kapitalmarktregeln verstoßen hatte.

Sie vermuteten, er halte sich in Serbien auf und entsandten sogar Beamte nach Belgrad, um zu verhandeln, da zwischen den beiden Ländern kein Auslieferungsabkommen besteht. Do Kwon hatte zuvor bestritten, sich zu verstecken, seinen Aufenthaltsort aber nie preisgegeben.

Die Anklagen

In der US-Anklage wird Kwon vorgeworfen, mit den Kryptowährungen TerraUSD und Luna „ein betrügerisches System zur Täuschung der Anlegeröffentlichkeit“ betrieben zu haben.

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Darin wird behauptet, Kwon und Terraform hätten „eine Reihe falscher und irreführender Aussagen“ über die digitalen Währungen gemacht, um deren Preise zu manipulieren, und Kwon habe von dem Betrug profitiert.

Die Anklage wirft Do Kwon und seinen Komplizen außerdem vor, ein komplexes Netzwerk aus Konten und Transaktionen geschaffen zu haben, um den Betrug vor Anlegern und Aufsichtsbehörden zu verbergen. Ihnen wird zudem vorgeworfen, das Handelsvolumen von TerraUSD manipuliert zu haben, um dessen Ranking an Kryptowährungsbörsen zu verbessern.

Kwons Schicksal ist nun ungewiss, da die US-amerikanischen und südkoreanischen Behörden an seiner Auslieferung in die USA arbeiten, wo ihm der Prozess gemacht werden soll. Der Fall dürfte in der Kryptowährungsbranche auf großes Interesse stoßen, da Regulierungsbehörden weltweit verstärkt gegen Betrug und Missbrauch vorgehen.

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