Zusammenfassung (TL;DR)
- Europäische Zentralbanken wollen die Distributed-Ledger-Technologie zur Abwicklung von Zahlungen nutzen.
- In einer offiziellen Erklärung hieß es, das bestehende Zahlungssystem werde nicht ersetzt.
- Der Pilotversuch wurde im März durchgeführt.
Der Kryptosektor verzeichnet ein massives Wachstum, da immer mehr Menschen in den Markt einsteigen. Mit der zunehmenden Nutzung von Kryptowährungen durch Privatpersonen und Unternehmen steigt auch der Bedarf an Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Aktuelle Meldungen zeigen, dass Zentralbanken in ganz Europa ihre Bemühungen verstärken, DLT zur Abwicklung cash einzusetzen. Die Zentralbanken Italiens und Deutschlands haben eine Partnerschaft angekündigt, um die Nutzung von DLT zur Erleichterung cash zu fördern.
Distributed-Ledger-Technologie und Standardzahlungssysteme
Laut offizieller Stellungnahme beider Parteien soll die Einführung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) das herkömmliche Zahlungssystem nicht ersetzen. Vielmehr wird das DLT-System das bisherige Zahlungssystem ergänzen. Dies bedeutet, dass ein Mechanismus programmiert werden kann, der Vermögenswerte wie Wertpapiere in der DLT mit cash , welches dann über das herkömmliche Zahlungssystem abgewickelt werden kann.
In der Ankündigung wurde außerdem erwähnt, dass das neue DLT-System dazu beitragen würde, das Risiko für beide an einer Transaktion beteiligten Parteien zu reduzieren. Der programmierte Auslöser wird mit dem Euro zusammenwirken und als Bindeglied zwischen dem europäischen Zahlungssystem und der Distributed-Ledger-Technologie dienen.
Pilotversuch im März durchgeführt
In einer Erklärung des Gouverneurs der italienischen Zentralbank, Ignazio Visco, hieß es, die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) berge großes Potenzial, unter anderem im Bereich der Kostenoptimierung. Er erwähnte außerdem, dass Entwickler mithilfe des DLT -Systems neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen und Investitionen ihre Struktur effizienter gestalten könnten.
Ignazio betonte außerdem, dass ihm bewusst sei, dass eine sofortige Markteinführung der Distributed-Ledger-Technologie nicht zu erwarten sei. Er verstehe, dass die meisten Unternehmen zunächst eine umfassende Untersuchung der Funktionsweise des Systems sowie der damit verbundenen Kosten und Risiken wünschen.
Derdent der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, ist der Ansicht, dass die Zentralbank das Zahlungssystem so gestalten muss, dass alltägliche Zahlungen sicher abgewickelt werden können und die Teilnehmer von seinem Potenzial profitieren können. Die Deutsche Finanzagentur und mehrere Banken, darunter die Deutsche Börse, haben kürzlich gemeinsam mit Investoren einen Pilotversuch zur Distributed-Ledger-Technologie durchgeführt.
Der Pilotversuch, an dem unter anderem Goldman Sachs, die Deutsche Zentralbank (DZ Bank) und Citibank beteiligt waren, diente der Erprobung der Integration der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) in das traditionelle Zahlungssystem. Im Rahmen des im März durchgeführten Tests emittierte die GFA eine zehnjährige Anleihe, die auf der Distributed-Ledger-Technologie basierte.

