Dem selbsternannten Bitcoin Erfinder Craig Wright ist ein komischer Fehler unterlaufen, als er mutmaßlich ein Beweisdokument aus dem Jahr 2012 mit einer Schriftart einreichte, deren Urheberrecht erst 2015 erworben wurde.
Craig Wright legte dem Gericht während des Keiman-Prozesses eine Reihe von Dokumenten vor; allerdings stimmt die Schriftart der Dokumente nicht mit dem Datum in den Dateimetadaten überein.
Die Dokumente belegen seine Partnerschaft mit dem verstorbenen Kleiman, die 2012 geschlossen wurde. Ein kurzer Blick auf die Metadaten zeigt jedoch, dass das Dokument dem Copyright von Calibri (2015) unterliegt. Obwohl Calibri bereits seit 2002 existiert, sind seitdem aktualisierte Versionen erschienen, wodurch sich auch die Copyrights entsprechend geändert haben.

Die Metadaten dieses Dokuments zeigen, dass Craig ein Dokument aus dem Jahr 2012 vorgelegt hat, das in Wahrheit erst nach 2015 verfasst wurde, und beweisen damit, dass es sich um Fälschungen handelt, die nur dazu dienten, das Gesetz zu täuschen.

Solchedentbegleiten Craig seit einigen Jahren und haben einen Großteil seiner zwielichtigen Geschäfte bis heute aufgedeckt.
Der Berater des Anklägers legte zwei Versionen desselben Dokuments vor, eine aus dem Jahr 2014 und eine aus dem Jahr 2011. Sollte das Original aus dem Jahr 2011 stammen, könnte sich dies zu Craigs Gunsten auswirken; stammt das Originaldokument jedoch aus dem Jahr 2014, würde dies die Annahme bestärken, dass Craig die Dokumente zu Erinnerungszwecken gefälscht hat.
Ein weiterer Punkt, der Verwirrung stiftet, ist die Erwähnung der Tulip Trading Ltd. im Originaldokument. Das Unternehmen gehörte jedoch vor 2014 nicht Craig; erst in diesem Jahr erwarb er die Rechte daran.
Gerichtsanwalt Stephen D Palley erklärt, dass der Unterschied im Urheberrecht von Schriftarten dem Richter in zwei Minuten erklärt werden kann.
https://t.co/c5WYqtO5FL pic.twitter.com/H3K4tkNS29
— Palley (@stephendpalley) 3. Juli 2019
Der Fall geht jedoch weiter, und jegliche noch so geringe Chance, dass er der echte Satoshi Nakamoto sein könnte, ist mit seiner Glaubwürdigkeit endgültig dahin. Es sei denn, er kann die privaten Schlüssel zu Satoshis Vermögenswerten vorlegen.
Craig Wright legt ein Beweisdokument aus dem Jahr 2012 vor