In einer dynamischen Wendung der Ereignisse verzeichnete Japan im Jahr 2022 einen deutlichen Rückgang des durchschnittlichen Wertes nicht deklarierter Kryptowährungsbestände, verbunden mit einem signifikanten Anstieg der Fälle von Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten. Die Nationale Steuerbehörde (NTA) veröffentlichte aussagekräftige Statistiken, die die sich wandelnde Landschaft der Kryptobesteuerung im Land beleuchten.
Nicht deklarierte Kryptobestände weisen einen Rückgang von 19 % auf
Der durchschnittliche Wert nicht deklarierter Kryptowährungsbestände in Japan sank 2022 um 19 % und stand damit im Gegensatz zum Vorjahr. Während der durchschnittliche Wert nicht deklarierter Kryptowährungen 2021 noch bei 36.590.000 japanischen Yen (ca. 245.000 US-Dollar) lag, fiel er 2022 auf 30.770.000 Yen (206.000 US-Dollar). Dieser unerwartete Rückgang der nicht deklarierten Kryptowährungswerte hat Verwunderung ausgelöst und Diskussionen unter Steuerbehörden und Marktbeobachtern angestoßen.
Trotz des Rückgangs des durchschnittlichen Wertes nicht deklarierter Kryptowährungen verzeichnete Japan im gleichen Zeitraum einen Anstieg der Steuerhinterziehungsfälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen um 35 %. Die japanische Steuerbehörde (NTA) leitete im Fiskaljahr 2022 insgesamt 615 Untersuchungen zu den Kryptobeständen von Bürgern auf Grundlage ihrer Steuererklärungen ein. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den 444 Fällen im Jahr 2021 dar. In 548 dieser Untersuchungen wurden Steuervergehen festgestellt, was einem Anstieg von 35 % gegenüber den 405 im Vorjahr gemeldeten Fällen von Krypto-Steuerhinterziehung entspricht.
Im August japanische Aufsichtsbehörden, darunter die NTA und die Finanzdienstleistungsbehörde (FSA), eine wegweisende Erklärung ab. Sie bestätigten, dass Bürger von der Kapitalertragsteuer auf nicht realisierte Gewinne aus Kryptowährungen befreit werden. Dies entlastet Inhaber, die im betreffenden Steuerjahr keine Handelsgeschäfte getätigt haben. Durch diese Befreiung müssen Privatpersonen etwa 35 % der Steuern auf Krypto-Vermögenswerte sparen, die sie ohne aktiven Handel halten.
Globales Bekenntnis zu Transparenz
Japan hat sich kürzlich einer Koalition von fast 50 Nationen angeschlossen, die sich für die zügige Umsetzung des Krypto-Asset-Reporting-Frameworks (Crypto-Asset Reporting Framework) einsetzen und damit die internationale Zusammenarbeit stärken wollen. Dieses Framework stellt einen neuen globalen Standard für denmatic Informationsaustausch zwischen Steuerbehörden dar.
Durch die Integration dieses Rahmens in ihre nationalen Rechtssysteme wollen die teilnehmenden Länder, darunter Japan, die Transparenz erhöhen und die tracvon Kryptowährungstransaktionen zu Steuerzwecken erleichtern.

