Robert Reich, ehemaliger US-Arbeitsminister und Berater unter dendentBill Clinton und Barack Obama, hatdent Biden aufgefordert, den Kongress bei der Anhebung der Schuldenobergrenze zu umgehen. Reich ist der Ansicht, die US-Verfassung räume dem Präsidenten diedent Befugnis ein, da das verfassungsmäßige Gebot, die Rechtmäßigkeit der Staatsverschuldung niemals in Frage zu stellen, Vorrang vor der Existenz einer Schuldenobergrenze habe.
Die Verwendung des Vierzehnten Verfassungszusatzes als Rechtfertigung
Reich berief sich auf den 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der besagt: „Die Gültigkeit der gesetzlich genehmigten öffentlichen Schulden der Vereinigten Staaten, einschließlich der Schulden, die zur Zahlung von Pensionen und Prämien für Dienste bei der Niederschlagung von Aufständen oder Rebellionen aufgenommen wurden, darf nicht in Frage gestellt werden.“ Er behauptet, dieser Zusatzartikel gebe dem Präsidenten dent Befugnis, die Schuldenobergrenze einseitig anzuheben, selbst ohne Zustimmung des Kongresses.
Reichs Vorschlag kommt vor dem Hintergrund der Befürchtung, dass die Republikaner die Schuldenobergrenze als Druckmittel nutzen, um Steuersenkungen durchzusetzen, die sich negativ auf gefährdete Bevölkerungsgruppen auswirken könnten, etwa auf diejenigen, die auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Veteranenleistungen angewiesen sind. Er appelliert andent Biden, dem verfassungsmäßigen Auftrag und dem Wohl des Landes Vorrang vor der Schuldenobergrenze einzuräumen.
Klarstellung der Auswirkungen auf den Kongress
In seinem Video stellt Reich klar, dass diese Maßnahme, sollte sie ergriffen werden, die bestehenden Befugnisse des Kongresses nicht beeinträchtigen würde. Er erklärt: „Die Verfassung legt eindeutig fest, dass die Befugnis des Kongresses, Kredite aufzunehmen, nicht die Befugnis umfasst, diese Kredite nicht bedienen zu können.“ Andere Ökonomen, wie beispielsweise Peter Schiff, haben davor gewarnt, dass die USA letztendlich zahlungsunfähig werden könnten.
Die parteiübergreifenden Gespräche über die Schuldenobergrenze wurden verschoben . Senatsmehrheitsführer Chuck Schumer äußerte Bedenken, dass der Sprecher des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, die Möglichkeit eines Zahlungsausfalls nicht ausschließen wolle, was zu einer Blockade der Verhandlungen führen könnte.
Debatte um die Schuldenobergrenze: Ehemaliger Arbeitsminister schlägt einseitiges Vorgehen vor