„Kryptowährungen sind wertlos“ – diesen Satz haben die meisten Krypto-Kritiker mindestens einmal in ihren Reden verwendet. Nun hat auch der Business Angel Jason Calacanis diese Aussage wiederholt und behauptet, 99 Prozent aller Kryptowährungen seien wertlos und böten Anlegern keinen wirklichen Nutzen.
Historisch gesehen sind 99 % der Krypto-Projekte Schrott, betrieben von unqualifizierten Idioten, realitätsfremden, aber unterdurchschnittlichen Gründern oder Betrügern… das eine Prozent, das nicht so ist, könnte die Welt verändern.
Ich warte darauf, dass die restlichen 1 % ihr Produkt liefern, damit ich mit ihren Kunden sprechen kann.
Haben Sie Kunden?
— @jason (@Jason) 27. Juni 2020
Weltweit gibt es heute über 5000 verschiedene Kryptowährungen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen werden die meisten Kryptowährungen für einen Bruchteil eines Dollars gehandelt. Während einige Coins weltweite Anerkennung erlangt haben und kurz davor stehen, traditionelles Fiatgeld herauszufordern, sind die meisten kläglich gescheitert. Schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie sagten Krypto-Experten den Niedergang wertloser Coins voraus.
Wenn Kryptowährungen wertlos sind, wie sicher ist dann die Blockchain?
Jason Calacanis, ein bekannter Business Angel, äußerte sich auf Twitter und sagte, dass schwache Kryptowährungen bald vom Markt verschwinden würden. Besonders bemerkenswert an seinem Kommentar war seine Einschätzung, dass lediglich 1 Prozent der Coins einen realen Wert besitzen, während der Rest wertlos sei.
Das bedeutet, dass von den heute existierenden 5000 Kryptowährungen nur etwa 50 eine nennenswerte Zukunft haben. Um das zu verdeutlichen: 99 Prozent aller Coins würden wertlos werden, und Milliardeninvestitionen wären verloren. Ein solches Ereignis hätte mit großer Wahrscheinlichkeit massive Auswirkungen auf die Marktkapitalisierung der Kryptoindustrie.
Bedeutet das das Ende für Kryptowährungen?
Ähnliche Ansichten vertraten Neel Kashkari, Kevin Rose und viele weitere Finanzexperten. Kevin Rose erklärte, die meisten Kryptowährungen seien wertlos und die Projekte lediglich Augenwischerei, die einzig und allein auf Gewinnmaximierung abziele. Diese Coins hätten keinen inneren Wert und könnten in keiner Weise mit Fiatgeld konkurrieren. Die meisten Kryptowährungen seien Imitationsprojekte, die eine Lösung für ein bereits gelöstes Problem anböten.
Dennoch haben einige wenige Kryptowährungen eine vielversprechende Zukunft. Bitcoin , Ripple und Tether haben bedeutende Auswirkungen auf die reale Welt. Mit der Digitalisierung der Wirtschaft infolge der Coronavirus-Pandemie hat sich auch das Potenzial von Kryptowährungen vervielfacht. Der Kryptomarkt wird weiterhin neue Coins hervorbringen.

