Ein Bericht des Cybersicherheitsunternehmens Kaspersky stellte fest, dass Ransomware-Angriffe im Jahr 2019 zugenommen haben. Der Bericht stellte außerdem fest, dass Krypto-Mining-Angriffe in diesem Zeitraum deutlich zurückgegangen sind.
Krypto-Mining-Angriffe
Bei Krypto-Mining-Angriffen wird der Computer einer Person missbraucht, um heimlich Kryptowährungen zu schürfen. Die Schadsoftware wird häufig an Links und Downloads angehängt und installiert unbemerkt einen Miner, der die Rechenleistung des Systems nutzt, um dem Angreifer Einnahmen zu generieren. Oft bemerkt das Opfer die Schadsoftware gar nicht, sondern lediglich eine Leistungsminderung aufgrund der Systemüberlastung.
Laut dem „Kaspersky Security Bulletin '19“ des Unternehmens ging die Gesamtzahl der Mining-Malware-Angriffe im Jahr 2019 zurück. Die Zahl der gemeldeten Fälle sank von 5,64 Millionen auf 2,26 Millionen, ein Rückgang von fast 60 Prozent.
Krypto-Mining-Angriffe betrafen 2019 150.000 Menschen, im Vergleich zu über 450.000 im Vorjahr. Eine einzige Schadsoftware, „Trojan.Win32.Miner.bbb“, war für über 13 Prozent aller Angriffe verantwortlich. Der Bericht ging nicht darauf ein, welche Kryptowährungen am häufigsten angegriffen wurden.
Man geht davon aus, dass der Rückgang solcher Angriffe auf die Bitcoin Bären zurückzuführen ist. Mit dem sinkenden Bitcoin-Preis wurde das Mining weniger rentabel und somit für Angreifer wenigertrac.
Obwohl Krypto-Mining-Angriffe zurückgingen, verbesserte sich die Lage für die Branche nicht, da andere Angriffsformen an Popularität gewannen. Gleichzeitig stieg die Gesamtzahl der gemeldeten „eindeutigen Schadsoftware“ um fast 14 Prozent. Diese Angriffe bezogen sich hauptsächlich auf Online-Dateien, die zum Diebstahl von Kreditkartendaten erstellt wurden.
Krypto- Ransomware -Angriffe traten 2019 ebenfalls verstärkt in Erscheinung. Bei einem solchen Angriff verschlüsselt der Hacker die Dateien der Nutzer und hält die Daten als Geisel. Anschließend fordert er ein Lösegeld für die Entschlüsselung der Dateien. Kaspersky beobachtete 22 neue Familien von Krypto-Ransomware und über 46.000 Modifikationen an bestehenden Ransomware-Varianten.

