Ethereum (ETH), die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung, steht in der Kritik, weil nur wenige Kernentwickler im Team sind. Laut Lane Rettig, einem dieser Kernentwickler, entscheidet eine kleine Gruppe über die Inhalte des Protokolls, was zu zahlreichen Störungen führte, da die Probleme nicht technischer Natur waren.
Er behauptet, die heutigen Herausforderungen seien nicht technischer Natur und die Core-Entwickler seien unqualifiziert, fürchteten rechtliche Konsequenzen und fänden es einfacher, Code zu schreiben. Weiterhin erklärt er, ETH habe nur wenige Optionen, wie etwa die vollständige Aufgabe der Governance (ähnlich wie Bitcoin) oder die Beteiligung von Ether-Inhabern an Entscheidungen über das Netzwerk in einer Plutokratie statt einer Technokratie.
Er schlägt vor, dass ETH zu einem zentralisierten Netzwerk mit einem transparenteren und rechenschaftspflichtigeren Governance-System wird, da das Netzwerk zwar funktioniere, das Projekt aber feststecke.
Ethereum ist ein führendes Projekt im Bereich Smarttracund der Entwicklung dezentraler Anwendungen (DApps). Tron (mit der höchsten Verbreitung von DApps und Smarttrac) basiert auf der Ethereum-Blockchain. Weiss Ratings äußerte Bedenken hinsichtlich der Zentralisierung von Ethereum: Die Anzahl der Wallets, die 80 % der im Umlauf befindlichen Ethereum halten, sei schädlich für das Netzwerk. Dennoch sei Ethereum deutlich dezentralisierter als Binance Coin (BNB), da die fünf größten Accounts zwei Drittel des Gesamtangebots kontrollieren.
Ein Entwickler von Ethereum hat einen Netzwerkausfall gemeldet. Welche Auswirkungen hat das auf Ethereum und seinen Token Ether? Ethereum muss Änderungen vornehmen, damit das System wieder effizient funktioniert, sonst droht ein endgültiger Zusammenbruch, wie einer der Entwickler auf Twitter angekündigt hat.
ethereum -Entwickler zur Blockchain-Governance