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Coinbase vs. SEC: Hochriskanter Gerichtsstreit um die Klassifizierung von Krypto-Tokens

In diesem Beitrag:

  • Coinbase und SEC streiten um den Status von Krypto-Token.
  • Die SEC nennt sie Wertpapiere, Coinbase ist anderer Meinung.
  • Das Urteil wird sich auf die Zukunft und die Regeln von Krypto auswirken.

In einer entscheidenden Gerichtsverhandlung am 17. Januar leitete Richterin Katherine Polk Failla den Konflikt zwischen Coinbase, einer der weltweit größten Kryptowährungsbörsen, und der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC). 

Der Gerichtsstreit dreht sich um die Einstufung von 13 Token durch die SEC, was erhebliche Auswirkungen auf die Kryptowährung hat. Die zentrale Frage ist, ob diese Token als Wertpapiere gelten sollten oder nicht.

Die SEC leitete diese Klage gegen Coinbase im Juni 2023 ein und markierte damit einen der bedeutendsten juristischen Showdowns in der Kryptowährungsbranche. Während der gesamten Anhörung bewies Richter Failla ein tiefes Verständnis der Kryptowährungslandschaft und befragte die SEC-Anwälte zu deren Beweggründen, diese Token als Wertpapiere zu kennzeichnen.

Der Rechtsberater von Coinbase bestritt die Behauptungen der SEC vehement. Sie wandten sich gegen die Charakterisierung von Netzwerken und Kryptowährungsgemeinschaften als „gemeinsame Unternehmen“ und lehnten Vergleiche zwischen Krypto-Tokens und traditionellen Aktien ab. Das Argument von Coinbase basiert auf der Annahme, dass auf dem Sekundärmarkt gekaufte Token nicht die gleichen Rechte haben, die normalerweise mit Aktientransaktionen verbunden sind.

Die Entscheidung von Richter Failla steht noch aus

Derzeit hat Richter Failla noch nicht darüber entschieden, ob der Fall fortgesetzt werden soll oder ob dem Antrag von Coinbase auf Abweisung stattgegeben werden sollte. Es ist bemerkenswert, dass sie in der Vergangenheit Fälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen abgewiesen hat. Im Jahr 2013 gab Richter Failla einem Antrag statt, ein Verfahren gegen Uniswap, eine dezentrale Börsenplattform, wegen angeblichen Verkaufs von „Betrugstoken“ abzuweisen.

Die Auswirkungen der Entscheidung von Richter Failla gehen über Coinbase und die SEC hinaus. Während der Anhörung äußerte sie Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Befugnisse der SEC zur Überwachung von Kryptowährungen.

Darüber hinaus äußerte sie Vorbehalte gegen die Einstufung einer relativ neuen Technologie, der es seitens des Kongresses noch an regulatorischer Klarheit mangelt. Ihr nachdenklicher Ansatz spiegelt das Verständnis wider, dass ihr Urteil erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen, Vorschriften und Millionen von Menschen innerhalb und außerhalb der Vereinigten Staaten haben könnte.

Die Kryptoindustrie wartet auf ein defi Urteil

Die Kryptowährungsbranche, die in den letzten Jahren exponentiell gewachsen ist, wartet gespannt auf die Entscheidung von Richter Failla. Der Ausgang dieses Falles könnte einen entscheidenden dent für den rechtlichen Status verschiedener Kryptowährungen und Token darstellen und letztendlich die Zukunft der digitalen Asset-Landschaft prägen.

Die Argumentation der SEC dreht sich darum, 13 spezifische Token als Wertpapiere einzustufen. Die Agentur behauptet, dass diese von verschiedenen Blockchain-Projekten ausgegebenen Token Merkmale aufweisen, die mit denen traditioneller Wertpapiere übereinstimmen. Sie argumentieren, dass die Netzwerke und Gemeinschaften, die diese Token unterstützen, aufgrund gemeinsamer Interessen und Ziele als „gemeinsame Unternehmen“ betrachtet werden können.

Darüber hinaus zieht die SEC Parallelen zwischen diesen Token und Aktien und behauptet, dass Anleger dieser Kryptowährungen Gewinne erwarten, die auf den Bemühungen anderer basieren. Dieser Zusammenhang zwischen Krypto-Tokens und Wertpapieren bildet den Kern des Verfahrens der SEC gegen Coinbase.

Coinbase hingegen lehnt die Einstufung der SEC entschieden ab. Ihr Rechtsteam betont die Einzigartigkeit von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Coinbase argumentiert, dass Netzwerke und Kryptowährungsgemeinschaften nicht mit traditionellen Großunternehmen gleichgesetzt werden können, da sie dezentralisiert sind und häufig von unterschiedlichen Teilnehmern verwaltet werden.

Coinbase stellt den Vergleich mit Aktien in Frage und betont, dass Token-Käufe auf dem Sekundärmarkt nicht die gleichen Rechte und Privilegien gewähren wie traditionelle Aktientransaktionen. Diese Unterscheidung, so argumentieren sie, unterstreiche die Notwendigkeit, zwischen Kryptowährungen und Wertpapieren zu unterscheiden.

Haftungsausschluss:  Die bereitgestellten Informationen sind keine Handelsberatung. Cryptopolitan.com haftet nicht für Investitionen, die auf der Grundlage der auf dieser Seite bereitgestellten Informationen getätigt wurden. Wir empfehlen tron dent Recherche und/oder Beratung durch einen qualifizierten Fachmann, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.

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