Laut einer anonymen Quelle, die mit der Angelegenheit vertraut ist, verhandelt Coinbase mit kanadischen Regulierungsbehörden, um die notwendige Lizenz für den weiteren Betrieb in Kanada zu erhalten. Der größere Konkurrent Binance hingegen scheint sich aufgrund verschärfter Regulierungen für Kryptowährungsbörsen aus Kanada zurückzuziehen. Elliott Suthers, Kommunikationsdirektor von Coinbase, erklärte, das Engagement des Unternehmens für den kanadischen Markt sei „nach wie vortron“ und ein zentraler Bestandteil der internationalen Expansionsstrategie.
Unterdessen deutet eine anonyme Quelle darauf hin, dass Binance sich voraussichtlich aus Kanada zurückziehen wird. Ein Sprecher der Kryptobörse – deren CEO Changpeng Zhao die kanadische Staatsbürgerschaft – wollte diese Pläne jedoch nicht bestätigen, da sie noch nicht endgültig beschlossen seien. Kanada hat Unternehmen, die mit Kryptowährungen in Kanada operieren, eine Frist bis zum 24. März gesetzt, um die Regulierungen zu verschärfen. Dies folgt auf den Aufsehen erregenden Zusammenbruch der Kryptobörse QuadrigaCX vor einigen Jahren.
Neben Binancehat auch OKEx seinen Rückzug bereits bestätigt, während Crypto.com und Blockchain.com planen, in der Region zu bleiben. Deribit informierte seine Kunden ebenfalls über seinen Weggang, und Kraken wird voraussichtlich in Kürze eine entsprechende Erklärung veröffentlichen.
Am 22. Februar kündigte einen neuen Regulierungsrahmen für die Verwahrung und den Handel von Vermögenswerten an. Dieser Rahmen schreibt die Trennung der verwahrten Vermögenswerte vor und sieht strengere Regeln für die Wiederverpfändung, den Margin-Handel sowie für Transaktionen mit firmeneigenen Token oder Stablecoins vor.
Coinbase plant, in Kanada zu bleiben; Binance wird sich voraussichtlich zurückziehen, da die Regeln für Kryptobörsen verschärft werden