Die führende amerikanische Kryptobörse Coinbase hat überraschend eine neue Regelung für ihre Kunden in Großbritannien eingeführt. Laut übereinstimmenden Medienberichten gilt nun ein obligatorischer Mindesteinzahlungsbetrag von 1.000 britischen Pfund, umgerechnet etwa 1.240 US-Dollar.
Darüber hinaus soll das Unternehmen das Transaktionssystem „Faster Payments“ eingestellt haben, das britischen Nutzern unkompliziertere Einzahlungen ermöglichte. Nutzern steht nun das internationale Standard-SWIFT-System zur Verfügung. Berichten zufolge plant Coinbase, Faster Payments innerhalb weniger Monate wieder einzuführen, nannte aber keinen konkreten Zeitrahmen.
In E-Mails, die Mitarbeiter des Unternehmens an ihre Nutzer senden, heißt es: „Wir haben Faster Payments vorübergehend ausgesetzt und in der Zwischenzeit die Unterstützung für GBP Swift-Zahlungen hinzugefügt.“
Durch das SWIFT-System kommt es zu einer fünftägigen Verzögerung bei Transaktionen, was den gesamten Handelsprozess erheblich verlangsamt. Die mit der neuen Verordnung verbundene Mindesteinlage verschärft die Situation für britische Händler zusätzlich.
Die Lage britischer Händler wird durch den Brexit zusätzlich verschärft, da dieser die Verschlechterung der Kryptomärkte im Land beschleunigen würde. Investoren in diesem noch jungen Sektor wären dann vom SEPA-Zahlungssystem ausgeschlossen – einem deutlich effizienteren Überweisungsnetzwerk, das von den EU-Staaten genutzt wird.
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