Zusammenfassung (TL;DR)
- ItsBlockchain erntet nach der Veröffentlichung des Cipher Punk NFT viel Kritik.
- Gegenwind auf Twitter führt zur Schließung der Gruppe und zum Verkauf von NFTs.
Die heftige Kritik auf Twitter nach der Veröffentlichung der Cipher Punk NFT- Kollektion durch ItsBlockchain hat dazu geführt, dass die Gruppe die Kollektion komplett eingestellt und die investierten Gelder zurückerstattet hat.
ItsBlockchain veröffentlichte am Weihnachtstag die Cipher Punk NFT-Kollektion, die Porträts von 46 verschiedenen Persönlichkeiten enthielt, die alle einen Wert von jeweils etwa 4.000 US-Dollar hatten. Nach der Veröffentlichung der NFTs erhoben jedoch Mitglieder der IT-Sicherheits-Community Einwände – darunter auch einige der porträtierten Personen selbst.
Warum der Start von Cipher Punk NFTs scheiterte
Laut der Gruppe war vielen Cypher Punks die Idee nicht gefiel, dass ihre Bilder als NFTs und digitale Zeichnungen verwendet wurden. Das war der Anfang vom Ende.
Auf ihren Porträtbildern waren außerdem mehrere Namen falsch geschrieben – darunter die Namen der EFF-Redeaktivistin Jillian York und des OpenPGP-Schöpfers Jon Callas – und mindestens eine Zeichnung basierte auf einem urheberrechtlich geschützten Foto.
Die Liste enthielt auch einige Persönlichkeiten, die wegen schädlichen persönlichen Verhaltenstracwurden, darunter Jacob Appelbaum und Richard Stallman, was ihr Verhalten absolut verwerflich macht.
Jillian York reagierte auf ihr digitales Porträt mit einem Tweet: „Ich bin damit überhaupt nicht einverstanden und möchte, dass es entfernt wird.“ Sie scherzte, sie hätte nie erwartet, so schnell zu einem NFT zu werden.
Ich bin damit absolut nicht einverstanden und möchte, dass es entfernt wird. https://t.co/xy6W2w97NF
— jillian c. york (@jilliancyork) 26. Dezember 2021
Die heftige Kritik veranlasste die Gruppe, die Auktion abrupt zu beenden.
ItsBlockchain entschuldigt sich
Die Gruppe entschuldigte sich schließlich bei allen Betroffenen und räumte ein, dass sie es hätte besser machen können.
„Wir möchten uns nochmals bei allen Beteiligten entschuldigen. Wir hätten es besser machen können. Und das werden wir ab dem nächsten Mal auch. Versprochen.“.
Das Chaos erinnert an die potenziell heiklen rechtlichen Probleme im Zusammenhang mit NFTs, wo erlaubnisfreie Innovationen oft mit Persönlichkeitsrechten und dem Recht des geistigen Eigentums kollidieren.
Nach US-amerikanischem Recht dürfen Name unddenteiner Person nicht ohne deren Zustimmung zu Werbezwecken verwendet werden – allerdings ist unklar, wie eine solche Klage in der Praxis bei NFTs aussehen würde.

