Die malaysische Polizei hat rund 14 chinesische Staatsangehörige wegen mutmaßlicher Kryptobetrügereien festgenommen. Sie sollen eine gefälschte Kryptowährungs-Investitionsplattform betrieben und ihre Opfer mit falschen Versprechungen angelockt haben.
Die Festnahme erfolgte am 18. April in Iskandar Puteri, in der Nähe von Singapur. Zuvor hatten die Behörden die Gruppe in den vergangenen Wochen sorgfältig observiert. Laut Dzulkhairi Mukhtar, dem stellvertretenden Kommandanten, sind die Täter zwischen 20 und 30 Jahre alt.
Betrüger nutzen Messenger-Apps
Dem Bericht zufolge kontaktierten die Verdächtigen ihre potenziellen Opfer über Gruppenchats in gängigen Messenger-Apps wie QQ und WeChat. Neben der Vorlage gefälschter Dokumente, mit denen sie ihre Opfer täuschen wollten, gaben sie sich auch als bekannte Investoren aus, um sie zum Investieren zu bewegen.
Laut Mukhtar präsentiert sich einer der Verdächtigen in der Regel als erfolgreicher Mentor oder Investor gegenüber einem potenziellen Opfer, während andere sich als Gelegenheitsinvestoren ausgeben und anschließend falsche Aussagen machen. Diese Machenschaften dauern bereits seit fast zwei Monaten an.
Obwohl die Operation mehrere Wochen lang überwacht worden sei, sagte Dzulkhairi weiter, dass die Gesamtzahl der Personen, die auf die Krypto-Betrügereien hereingefallen seien, einschließlich des Gesamtbetrags des von den Opfern ergaunerten Geldes, weiterhin unbekannt sei.
Aufgrund der Art der von den Chinesen durchgeführten illegalen Operation droht ihnen voraussichtlich eine Haftstrafe von etwa zehn Jahren sowie eine Geldstrafe. Dies gilt, nachdem sie des ihnen vorgeworfenen Delikts für schuldig befunden wurden.
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