Es wurde bekannt, dass China angeblich die Einführung eines Systems erwägt, das an sein bestehendes Sozialkreditsystem erinnert, diesmal jedoch im Bereich des Metaverse und anderer virtueller Online-Welten. Laut Dokumenten, die POLITICO einsehen konnte und über die am 20. August berichtet wurde, hat China Mobile, ein staatliches Telekommunikationsunternehmen, Vorschläge zur Schaffung eines digitalendentfür Nutzer dieser virtuellen Umgebungen unterbreitet. Diese digitale ID würde auf Grundlage der „natürlichen“ und „sozialen Merkmale“ der Nutzer erstellt
Das Hauptziel dieses vorgeschlagenen digitalen Ausweissystems ist die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit in der virtuellen Welt. Zu diesem Zweck würde der Ausweis eine Vielzahl persönlicher Informationen unddentMerkmale enthalten, darunter auch Angaben zum Beruf einer Person. Die Vorschläge sehen sogar vor, diese Daten dauerhaft zu speichern und mit den zuständigen Behörden zu teilen.
Anhand eines Beispiels wurden die potenziellen Vorteile dieses Systems verdeutlicht. Im Falle einesmatic Nutzers, der im Metaverse Störungen verursacht und Gerüchte verbreitet, würde die digitale ID es den Strafverfolgungsbehörden ermöglichen, die verantwortliche Person schnell zu ermitteln und zu bestrafen.
an diesem Vorschlag ist seine Ähnlichkeit mit Chinas bestehendem, sich noch im Aufbau befindlichem Sozialkreditsystem. Diese nationale Infrastruktur soll erwünschtes Verhalten fördern, indem sie Bürgern anhand verschiedener Kriterien Punkte und Ranglisten zuweist. Darüber hinaus wird sie auch als Durchsetzungsmittel eingesetzt. So wurde beispielsweise 2018 berichtet, dass Personen mit niedrigen Sozialkreditwerten rund 17,5 Millionen Mal der Kauf von Flugtickets verweigert wurde und etwa 5,5 Millionen Menschen aufgrund von Sanktionen im Sozialkreditsystem Einschränkungen beim Kauf von Bahntickets hatten.
China vs. Metaverse
Diese jüngste Initiative von China Mobile wurde am 5. Juli im Rahmen von Gesprächen mit einer Fokusgruppe zum Thema Metaverse vorgestellt. Die Fokusgruppe wurde von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), einer UN-Sonderorganisation für Kommunikationstechnologie, organisiert. Die Fokusgruppe soll im Oktober erneut zusammentreten, was möglicherweise zu einer Abstimmung über die Vorschläge führen wird.
Sollten diese Vorschläge angenommen werden, könnten sie erheblichen Einfluss auf Telekommunikationsunternehmen und Technologiekonzerne ausüben. Die Metaverse- Fokusgruppe der ITU arbeitet an der Etablierung neuer Standards für Metaverse-Dienste, und die Beteiligung chinesischer Unternehmen an dieser Gruppe scheint besonders hoch zu sein. Im Vergleich zu Beiträgen aus den USA und Europa reichen chinesische Unternehmen angeblich deutlich mehr Metaverse-bezogene Vorschläge ein. Dieses Vorgehen chinesischer Unternehmen erscheint als strategisches Unterfangen, um die Standards für das Metaverse festzulegen, sollte dessen Nutzung weit verbreitet sein.
Diese Situation hat Anlass zu Bedenken und Überlegungen hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen gegeben. Ein Teilnehmer der Fokusgruppe äußerte Besorgnis über ein Metaverse, in demdentvon chinesischen Behörden etabliert und überwacht werden. Er forderte die Regierungen auf, zu überdenken, ob eine solche immersive Welt mitdentdurch chinesische Institutionen mit ihrer Zukunftsvision vereinbar ist.
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