Bitcoin hat seinen Abwärtstrend fortgesetzt und einen überverkauften Bereich erreicht, wie er seit dem Bärenmarkt 2023 nicht mehr beobachtet wurde. Der aktuelle Verkaufsdruck hält seit dem jüngsten Allzeithoch seit 73 Tagen an.
Bitcoin wird weiterhin mit großer Angst gehandelt und hat sich trotz der Erwartungen einer Jahresendrallye nicht erholt. Das aktuelle Marktumfeld lässt Bitcoin auf dem überverkauftesten Niveau seit dem Bärenmarkt von 2023 liegen.

Am 18. Dezember notierte Bitcoin bei 86.948,17 US-Dollar und dominierte mit 57,6 %. Die führende Kryptowährung liegt nur 10.000 US-Dollar über ihrem Jahrestief von rund 76.000 US-Dollar, was Spekulationen darüber auslöste, dass die positive Marktdynamik durch den jüngsten Kurssturz zunichtegemacht wurde.
Der Kurssturz vom 10. Oktober und die damit einhergehenden Liquidationen wirken sich noch über zwei Monate lang aus. Erfahrungsgemäß benötigen Bitcoin und Kryptowährungen mindestens drei Monate, um ihre Liquidität und das spekulative offene Interesse wiederzuerlangen. Die jüngsten Kursverluste unter 90.000 US-Dollar bestärken die Annahme, dass Bitcoin länger brauchen könnte, um sich von diesem Kurs zu erholen und einen neuen Bullenmarkt einzuleiten.
In den vergangenen Monaten war bei Bitcoin ein Mix aus Verkäufen und Wiederaufkäufen in verschiedenen Wallets zu beobachten. Die Stimmung im Derivatehandel bleibt ängstlich, und die Erwartungen an eine baldige Rallye sind gering. Bitcoin steht unter Druck durch ETF-Verkäufe, während einige Händler versuchen, ihre Gewinne vor einem möglichen längeren Bärenmarkt zu schützen.
Kann Bitcoin den Kurs noch umkehren?
Bitcoin zeigte in den letzten zwei Monaten Anzeichen dafür, überverkauft zu sein. Dies reichte jedoch nicht aus, um die Kursrallye wieder in Gang zu bringen.
Der Markt ist nach wie vor anfällig für Liquidationen, die Long-Positionen angreifen, sobald sich mehr Liquidität angesammelt hat.
Es gibt auch Anzeichen dafür, dass Händler sich gegen die anhaltenden Kursrückgänge im Bereich von 80.000 US-Dollar absichern. Das offene Interesse an Bitcoin ist auf 27,4 Milliarden US-Dollar gesunken und befindet sich damit auf einem Sechsmonatstief. Der Kursrückgang setzte sich seit dem Jahreshoch von über 44 Milliarden US-Dollar am 6. Oktober fort.
Auch der Spothandel reichte nicht aus, um den Kursverfall zu stoppen. Phasen rasanter Verkäufe haben ebenfalls gezeigt, dass sie jegliche Ausbruchsversuche im Keim ersticken können. Wie Cryptopolitan Berichten zufolge ihre Bitcoin-Bestände weiterhin verteilen
Aufgrund der Positionierung am Optionsmarkt könnten Händler oberhalb von 90.000 US-Dollar optimistischer werden. Bei Kursen darunter eröffneten Händler mehr Put-Optionen, um sich gegen weitere Kursverluste abzusichern.
BTC zeigt Anzeichen einer lokalen Bodenbildung
Die aktuellen Kennzahlen deuten darauf hin, dass Bitcoin ein lokales Preistief erreicht hat. Die Märkte erwarten jedoch weitere Kursrückgänge und einen Kursverfall unter 80.000 US-Dollar.
BTC dürfte den Dezember voraussichtlich im Minus abschließen und damit einen Jahresverlust verzeichnen.
Nur etwa 64 % des BTC-Angebots befinden sich im Plus und sind damit erneut auf ein Niveau gefallen, das seit 2023 nicht mehr erreicht wurde. Vorerst haben die Großinvestoren ihre Gewinne ausreichend realisiert, doch könnte es bei weiteren Kursverlusten zu erneuten Verkäufen kommen.
Der Nettogewinn bzw. -verlust zeigt, dass selbst im Preisbereich von 86.000 US-Dollar noch im Gewinn dent Inhaber gibt. Andererseits könnte eine anhaltende Preisschwäche bedeuten, dass die Kapitulation des Bitcoins noch nicht beendet ist.

