Dass mutige Nutzer bei externen BAT-Auszahlungen mit einer erzwungenen KYC-Prüfung konfrontiert werden, hat in der Krypto-Szene ripplegesorgt, und viele protestieren dagegen.
Der Brave Browser hat kürzlich angekündigt, dass er von Nutzern, die ihre Basic Attention Tokens (BAT) übertragen oder abheben möchten, eine Know Your Customer (KYC)-Verifizierung verlangen wird.
von Brendan Eich entwickelt, dem Schöpfer von JavaScript und ehemaligen CEO von Mozilla. Das Unternehmen hinter dem Browser gab BAT-Token heraus, um Webseiten und Content-Ersteller anstelle herkömmlicher Werbung zu unterstützen. Diese Token basieren auf dem Ethereum Netzwerk.
Brave konnte beim Initial Coin Offering (ICO) seiner BAT-Token rund 35 Millionen US-Dollar einnehmen. Im April startete das Unternehmen außerdem das Brave Ads-Programm, mit dem Nutzer durch das Ansehen von Werbung BAT-Token verdienen können.
Diese Funktion ermöglichte es Nutzern, 70 % der Werbeeinnahmen zu verdienen. Nun plant das Unternehmen Kooperationen mit verschiedenen Webseiten, um diesen die Möglichkeit zu geben, Werbung neben ihren Inhalten zu schalten. Dadurch erhalten die Webseiten 70 % der Einnahmen, während die Nutzer jeweils 15 % erhalten.
Brave nutzt derzeit die Verwahrungslösung eines Drittanbieters namens Uphold. Daher müssen Nutzer, die Token einzahlen, abheben oder übertragen möchten, den KYC-Verifizierungsprozess von Uphold durchlaufen. Nutzer können jedoch weiterhin Websites belohnen, ohne den KYC-Prozess zu absolvieren.
Doch es gibt auch gute Nachrichten: Ein Mitarbeiter von Brave gab bekannt, dass der Browser eine eigene Ethereum Wallet einführen wird, mit der Nutzer alle Transaktionen ohne KYC-Verifizierung abwickeln können. Dadurch würden Drittanbieter wie Uphold überflüssig.
Er merkte außerdem an, dass Peer-to-Peer-Lösungen derzeit nicht effizient seien. Die meisten Menschen wollten ihre On-Chain-Wallets nicht selbst verwalten. Dies sei ein Problem der Blockchain-Community, das auf die mangelnde Akzeptanz der Blockchain zurückzuführen sei. Er sagte jedoch voraus, dass dieses Problem in den nächsten Jahren nicht mehr bestehen werde.
Brave-Nutzer sehen sich einer verpflichtenden KYC-Prüfung gegenüber.