Blockchain.com, der weltweit größte Anbieter von Kryptowährungs-Wallets, plant die Auflegung eines Risikokapitalfonds in Höhe von 50 Millionen US-Dollar, der sich auf Startups konzentrieren soll. Als besonderes Highlight wird Sam Harrison, ein Mitarbeiter von Blockchain.com, den Fonds leiten.
Harrison blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück, bevor er sich seinem neuesten Projekt im Blockchain-Bereich widmete. Zuvor war er bei Naspers Ventures tätig. Als Mitgründer von Blockchain Ventures ist er zudem aktiv an weiteren Blockchain-Projekten wie DappRadar, Coindirect und vielen mehr beteiligt.
Mit diesem Startkapitalfonds konzentriert sich Blockchain auf die Diversifizierung seiner Einnahmequellen, die derzeit stark von Werbung dent Schätzungen zufolge erwirtschaftet das Unternehmen allein durch Werbung monatlich einen sechsstelligen Betrag.
Im Juli 2019 wurde die Kryptowährungsbörse „The Pit“ von Blockchain gegründet. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist ihre Geschwindigkeit, da sie mit einer Matching-Engine arbeitet, die Transaktionen im Mikrosekundenbereich abwickelt, anstatt wie branchenüblich im Millisekundenbereich. Branchenkenner sind sich jedoch einig, dass hohe Geschwindigkeit beim Handel und Investieren nicht unbedingt ausschlaggebend ist.
Der Blockchain-Venturefonds wird seine Spitzenposition nur festigen.
Die Blockchain-Technologie verfügt über ein solides Fundament und wird von zahlreichen erstklassigen Risikokapitalfonds unterstützt. Zu ihren Investoren zählen namhafte Unternehmen wie Barry Silbert, Roger Ver, Google Ventures und Lakestar.
In der Serie-A-Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen 30,5 Millionen US-Dollar einwerben. Später im Jahr 2017 kamen durch die Serie-B-Finanzierung weitere 40 Millionen US-Dollar hinzu. Dieses neue Vorhaben wird dem Unternehmen helfen, seine Position durch den Zugang zum Startup-Markt weiter zu festigen.
Es ist erwähnenswert, dass das Unternehmen nicht immer erfolgreich war. Blockchains Airdrop-Geschäft kam 2018 nicht richtig in Schwung. Damals kooperierte das Unternehmen mit der Stellar Development Foundation, um Stellar Lumens (XLM) im Wert von 125 Millionen US-Dollar kostenlos an Blockchain-Kunden zu verteilen.
Obwohl die Idee damals nicht funktionierte, kann das Unternehmen stolz darauf sein, ein solides „Airdrop-Framework“ entwickelt zu haben, das „Grundprinzipien“ und eine detaillierte Umsetzung in Bezug auf Planung, Design sowie rechtliche und finanzielle Aspekte umfasst.
Nur die Zeit wird zeigen, wie dieser neue Blockchain-Venture-Fonds die zukünftigen Umsatzpläne des Unternehmens beflügeln wird und wie sich das älteste Unternehmen der Kryptoindustrie trotz des harten Wettbewerbs .
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