Im Rahmen der jüngsten Blockchain-Initiative gegen COVID-19 soll ein Projekt vorangetrieben werden, das an einem Heilmittel für das Virus arbeitet, das die aktuelle Epidemie ausgelöst hat.
Berichten zufolge spenden Menschen nicht nur Geld zur Unterstützung von Regierungen und dem medizinischen Sektor, sondern Nutzer von über einer Million PCs weltweit haben auch eine Exaflop-Rechenleistung für Folding@Home gespendet. Folding@Home ist ein verteiltes Rechenprojekt zur Simulation der Proteindynamik mit dem Ziel, Therapien gegen COVID-19 zu entwickeln.
Projektleiter Greg Bowman gab in seinem jüngsten Tweet bekannt, dass Folding@Home aktuell auf über einer Million Geräten läuft. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin auf ihre Weise gegen COVID-19 kämpfen
Mittlerweile nutzen über 1 Million Geräte @foldingathome ! Darunter sind über 356.000 @nvidia- GPUs, über 79.000 @AMD -GPUs und über 593.000 CPUs! Vielen Dank an alle unsere Freiwilligen! Wir planen diese Woche weitere Blogbeiträge zu unserer Zusammenhang mit #COVID19 . Bleiben Sie dran!
— Greg Bowman (@drGregBowman) 30. März 2020
Blockchain im Kampf gegen COVID-19
schätzte der Grafikkartenhersteller Nvidia in seinem Blog, dass rund 400.000 Gamer ihre GPU-Ressourcen (Grafikprozessoren) für den Bau des Folding@Home-Supercomputers gespendet haben.
Wie Nvidia behauptet, hat das Projekt durch das kollektive Potenzial der Geräte der Freiwilligen eine Rechenleistung von mehr als einem Exaflop erreicht und ist damit zum leistungsstärksten Computer der Welt geworden.
Seit November 2019 galt Summit als der schnellste Computer der Welt ; seine Kapazität betrug jedoch nur etwa 150 Petaflops (0,15 Exaflops).
Folding@Home hatte zuvor erklärt, das erste verteilte Rechenprojekt zu sein, das GPUs für Molekulardynamiksimulationen nutzte. Nun wollen die Forscher Blockchain im Kampf gegen COVID-19 einsetzen, um eine Lösung für die Proteinfaltung des Coronavirus zu finden.
Folding@Home erklärt auf seiner Website, dass es verschiedene experimentelle Methoden zur Bestimmung von Proteinstrukturen gibt . Selbst extrem leistungsstarke Computer liefern nur eine Momentaufnahme der typischen Proteinform. Da Proteine jedoch viele bewegliche Teile besitzen, wollten die Forscher ein vollständig klares Bild des Proteins in Bewegung erhalten.
Selbst der kleinste Beitrag ist also von Bedeutung, denn jede Simulation ist vergleichbar mit dem Kauf von Lottoscheinen: Je mehr Scheine man kauft, desto höher sind die Chancen, den Jackpot zu knacken.

