Die in Taiwan ansässige Kryptowährungsbörse Bitgin wird derzeit von der taiwanesischen Polizei wegen mutmaßlicher Beteiligung an einem Geldwäschefall der Geldwäscheskandal um die „Eighty-Eight Guild Hall“.dentBitgins Geschäftsführer Yuting Zhang wurde kürzlich im Zusammenhang mit diesem Fall von den taiwanesischen Behörden festgenommen.
Vorwürfe gegen Bitgin und Schlüsselfiguren
Lokale Medienberichte haben die laufenden Ermittlungen beleuchtet und Bitgin sowie dessen leitenden Angestellten Yuting Zhang in den Geldwäscheskandal verwickelt. Der Fall begann mit Anschuldigungen gegen die beiden lokalen Geschäftsleute Zhemin Guo und Chengwen Tu, denen vorgeworfen wird, ein milliardenschweres Geldwäschesystem betrieben zu haben. Sie sollen ihre Devisenbüros und Kryptobörsenkonten genutzt haben, um Erlöse aus Auslandsbetrug zu waschen.
Darüber hinaus wird Chengwen Tu zusätzlich wegen Steuerbetrugs angeklagt, da er fälschlicherweise 300 Millionen Neue Taiwan-Dollar (9,28 Millionen US-Dollar) an Exportsteuererstattungen durch den Verkauf von Videospielguthaben im Ausland geltend gemacht haben soll.
Regulierungslandschaft in Taiwan
Es ist erwähnenswert, dass es in Taiwan derzeit kein offizielles Lizenzierungsverfahren für Kryptowährungsbörsen gibt. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Kryptowährungsbranche gründete Bitgin zusammen mit anderen Branchenvertretern das Virtual Asset Service Provider Preparatory Office (VASP). Diese Organisation verfolgt das Ziel der Selbstregulierung und setzt sich bei politischen Entscheidungsträgern für die Gestaltung des regulatorischen Rahmens für den Kryptowährungssektor in Taiwan ein.
Bezüglich der laufenden Ermittlungen erklärte Yuling Tsai, die Generalbevollmächtigte des taiwanesischen VASP-Verbandes:
„Diesmal war ein Mitglied der Vorbereitungsgruppe in den Ermittlungsfall verwickelt. Die Vorbereitungsgruppe hielt umgehend eine Sitzung ab und gab eine öffentliche Stellungnahme ab. Die in den Fall verwickelten Mitglieder ergriffen ebenfalls die Initiative, ihre Mitarbeit in der Vorbereitungsgruppe auszusetzen.“
Bitgin hat in Reaktion auf die Untersuchung eine Stellungnahme veröffentlicht, in der das Unternehmen versichert, dass der Geschäftsbetrieb normal weiterläuft und die Nutzerrechte nicht beeinträchtigt werden. Die Börse räumt ein, dass ihr COO, Yutian Zhang, von Ende 2021 bis März 2022 Verbindungen zu Firmendent , die in den Geldwäscheskandal um die Eighty-Eight Guild Hall verwickelt waren. Bitgin betont jedoch, dass Zhang jegliche Kommunikation mit den Geschäftspartnern einstellte, sobald die Geldwäschevorwürfe bekannt wurden.
Die Erklärung von Bitgin lautet:
„Bitgin kooperiert derzeit vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden und leistet aktiv alle notwendige Unterstützung, um einen reibungslosen Ablauf der Ermittlungen zu gewährleisten. Er hofft, dass die Sachlage so schnell wie möglich aufgeklärt werden kann.“
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