Bitcoin zeigt erste Anzeichen einer Trendwende nach oben. Dieser strukturelle Wandel wird durch eine Reihe zusammenwirkender Faktoren hervorgerufen.
Dies schließt die gestern schwächer ausgefallenen US-Verbraucherpreisdaten, erneute signifikante Zuflüsse in Spot-ETFs und einen beträchtlichen Short Squeeze ein.
Nach 57 Tagen Konsolidierung schloss Bitcoin die Tageskerze über der wichtigen Widerstandsmarke von 95.000 US-Dollar. Am 13. Januar legte Bitcoin um 4,6 % zu und erreichte ein Hoch von 96.250 US-Dollar – ein Kursniveau, das zuletzt am 16. November verzeichnet wurde. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels liegt der Bitcoin-Kurs seit 2026 8,77 % im Plus.
Diese Kursbewegung könnte ein Signal für einen größeren Ausbruch bei Bitcoinsein. Sollte sich der Kurs jedoch über der Marke von 95.000 US-Dollar halten und bestimmte Widerstandsniveaus erfolgreich zurückerobern, würde dies die positive Markteinschätzung noch weiter stärken. Auch die Spot-Volumina steigen wieder auf ein Niveau, das seit dem 1. Dezember nicht mehr erreicht wurde, was auf eine erneute Marktteilnahme hindeutet.

Bemerkenswert ist auch, dass sich derzeit aufgrund von Währungsrisiken, politischer Unsicherheit und Glaubwürdigkeitsproblemen eine Diskussion über die Neubewertung realer Vermögenswerte entwickelt. Dies zeigt sich im Preisanstieg von Rohstoffen wie Gold und Silber. Dieses Umfeld ist strukturell vorteilhaft für Bitcoin, weshalb viele Analysten darin eine potenzielle Aufholjagd sehen.
Der CPI-Druck wurde reduziert
Die US-Verbraucherpreisindexzahlen (VPI) wurden gestern veröffentlicht und fielen etwas niedriger aus als erwartet. Der VPI ist einer der wichtigsten Indikatoren zur Beurteilung der US-Inflation und dient als Grundlage für geldpolitische Entscheidungen und die Festlegung der Zinssätze. Die Daten zeigen im Wesentlichen die durchschnittliche Preisänderung, die Verbraucher für Waren und Dienstleistungen zahlen. Der Gesamt-VPI berücksichtigt die Gesamtinflation einschließlich volatiler Komponenten wie Nahrungsmittel und Energie, während der Kern-VPI diese Kategorien ausklammert und so den längerfristigen Preisdruck abbildet.
Der Gesamt-Verbraucherpreisindex (VPI) entsprach mit +2,7 % im Jahresvergleich den Erwartungen, während der Kern-VPI mit +2,6 % unter den Prognosen lag. Das bedeutet, dass die Inflation zwar nicht ansteigt, aber auch nicht verschwunden ist. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Kern-VPI nun auf den niedrigsten Stand seit März 2021 gefallen ist. Trotz der schwächeren Werte herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass die USA die Zinsen in diesem Monat nicht senken werden. Die Daten lassen die Federal Reserve daher weiterhin abwarten.

Dies führte zu einem Kursanstieg Bitcoin da es signalisiert, dass das Potenzial für einen erneuten Straffungszyklus sehr wohl vorbei sein könnte und die Richtung einer allmählichen Abschwächung der Inflation aufzeigt.
Die Zuflüsse in BTC Spot ETFs erreichten ein Dreimonatshoch
Nach vier Tagen in Folge mit Abflüssen bei US-Bitcoin-Spot-ETFs hat die Nachfrage wieder angezogen. Am 13. Januar verzeichneten Spot- Bitcoin -ETFs Zuflüsse in Höhe von 753,73 Millionen US-Dollar, wobei der Fidelity FBTC mit 351,36 Millionen US-Dollar den größten Anteil ausmachte.

Dies markierte dietronNachfragesignale an einem einzigen Tag für institutionelle BTC-Positionen in diesem Jahr und ein Zuflussniveau, das wir seit dem 7. Oktober letzten Jahres nicht mehr gesehen haben.
Die Marktstruktur scheint sich anzupassen
Bitcoin bewegte sich seit dem 16. November weitgehend in einer Seitwärtsbewegung zwischen 80.500 und 95.000 US-Dollar. Gestern schloss der Kurs erstmals über dem wichtigen oberen Widerstandsbereich. Charttechnisch betrachtet, durchbrach Bitcoin mit hohem Volumen das aufsteigende Dreieck – ein bullisches Muster – und dürfte nun die Unterstützung erneut testen.

Aus längerfristiger Sicht deuten zwei Indikatoren auf eine mögliche Aufwärtswende hin. Im Wochenchart zeigt der RSI eine versteckte bullische Divergenz, während der MACD signalisiert, dass der Verkaufsdruck deutlich nachlässt und sich die Dynamik in Richtung Stabilisierung verschiebt.
Was würde den Wandel bestätigen?
Die Dynamik nimmt zwar zu, aber um dies kategorisch als bestätigte Trendumkehr zu bezeichnen, wären weitere Bestätigungen hinsichtlich Preisstruktur, Volumen und stetiger Nachfrage erforderlich.

Die entscheidende Marke aus Preissicht bleibt kurzfristig die psychologische Marke von 100.000 US-Dollar. Diese deckt sich in etwa mit dem 200-Tage-EMA. Knapp darüber, bei 101.000 US-Dollar, liegt der 50-Wochen-SMA, der sich in der Vergangenheit als wichtiger langfristiger Unterstützungs- und Widerstandsindikator für Bitcoinerwiesen hat.

