Die jüngste Verlangsamung des Bitcoin-Aufschwungs schürt Zweifel an der Stärke der jüngsten Rallye, da neue Daten des Digital-Asset-Unternehmens Matrixport zeigen, dass die marktweite Rentabilität zu schrumpfen beginnt – ein Trend, der in der Vergangenheit ein nachlassendes Vertrauen unter aktiven Investoren signalisierte.
zufolge Datenist der Markt zwar weiterhin profitabel, doch die Gewinne schrumpfen rapide. Im Vergleich zum 90-Tage-Momentum-Modell deutet der Indikator auf nachlassende Euphorie und einen möglichen Übergang zu einer längeren Konsolidierungsphase hin.
„Während dieser Indikator im gesamten Jahr 2023 und Anfang 2024 größtenteils positiv blieb, deuten die jüngsten Messwerte darauf hin, dass sich die Dynamik deutlich verlangsamt hat, was auf eine schwindende Überzeugung der Anleger schließen lässt und die Befürchtung nährt, dass der Markt in eine längerfristige Konsolidierungsphase eintreten könnte“, schrieb Markus Thorsen in der von Matrixport auf X geteilten Grafik.

Die Dynamik lässt nach dem „Uptober“-Anstieg nach
BitcoinDer Aufwärtstrend vonUptober“ bezeichnen, weil er historisch gesehen ein starker Monat für Bitcoin.
Nach dem Markteinbruch, bei dem Bitcoin auf rund 104.000 US-Dollar fiel, erlebte die Kryptowährung eine kurze Erholung und erreichte am 21. Oktober über 113.000 US-Dollar. Diese Dynamik hielt jedoch nicht an, da der Kurs kurz darauf wieder auf rund 107.000 US-Dollar fiel und es ihm schwerfällt, die Marke von 108.000 US-Dollar zu überschreiten.
Analysten sagen, dass die Rallye aufgrund sinkender Handelsvolumina und einer nachlassenden Derivateaktivität ins Stocken geraten ist.

Daten von CryptoQuant deuten darauf hin, dass die Netto-Gewinn- und Verlustmargen bei Bitcoin -Wallets gesunken und aktuell negativ sind, da der Markt in eine von Analysten als „Gewinnkompressionszone“ bezeichnete Phase eintritt.
Die 7-Tage-Trenddaten von CryptoQuant zeigen, dass die Devisenreserven langsam steigen. Dies signalisiert einen zunehmenden Verkaufsdruck seitens der Inhaber, was wiederum eine steigende Volatilität auf den Derivatemärkten zur Folge hat.
Die sinkende Rentabilität in Verbindung mit rückläufigen realisierten Gewinnen deutet darauf hin, dass dem Markt die neue Dynamik ausgeht.

BTC wandelt sich von Ungläubigkeit zu Zögern
Das Marktverhalten der vergangenen Woche lässt darauf schließen, dass die Anleger von Ungläubigkeit, wenn Händler die Nachhaltigkeit einer Erholung bezweifeln, zu Zögern übergehen, wenn die schwindende Überzeugung das Aufwärtspotenzial dämpft.
Laut einer Analyse von CryptoQuant Bitcoin -Finanzierungsraten nach einer Woche mit leicht negativen Werten um Null und sind nun wieder auf leicht negative Werte zurückgekehrt, was auf eine vorsichtige, aber unentschlossene Markthaltung hindeutet.

Aktuell steigen die Finanzierungsraten langsam. Da der Trend derzeit nach oben zeigt, lässt sich daraus schließen, dass Long-Positionen-Händler bereit sind, Short-Positionen-Händlern Geld zu zahlen. Der Druck auf Short-Positionen-Händler ist jedoch weiterhin relativ hoch. Das Kurzfrist-Output-Profit-Verhältnis auf CryptoQuant liegt bei 1, was bedeutet, dass kurzfristige Investoren ihre Positionen zum Selbstkostenpreis oder mit einem geringen Gewinn verkaufen.
Diese Abkühlung der Stimmung folgt auf einen turbulenten Oktoberbeginn, als in einer Blitzkorrektur Milliardenbeträge aus Derivatepositionen vernichtet wurden. Analysten erklären, dass die langfristige Struktur zwar intakt bleibt, sich die kurzfristige Marktpsychologie jedoch verändert hat.
Die entscheidende Frage ist nun laut Analysten, ob diese Verlangsamung lediglich eine Abkühlungsphase oder der Beginn einer längerfristigen Korrektur ist. Historische Muster zeigen, dass Bitcoin nach starken Kursanstiegen oft eine Pause einlegt, um sich neu zu positionieren. Diese Konsolidierungsphasen dauern mehrere Wochen, bevor es zu einem weiteren Kursanstieg kommt.
Bitcoin ist zwar aktuell im Durchschnitt noch im Plus, aber nur knapp. Die sich verringernde Differenz zwischen den Einstandspreisen der aktiven Investoren und dem aktuellen Kurs deutet darauf hin, dass das Vertrauen nachlässt.

