Kurzfassung (TL;DR):
- Bitcoin Kurs fiel, während das Europäische Parlament über ein mögliches Verbot der Kryptowährung debattierte.
- Sollte Bitcoin verboten werden, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf den Markt haben.
Bitcoin und andere Kryptowährungen korrigierten am Wochenende, da der Ausschuss des Europäischen Parlaments noch heute über einen neuen Regulierungsrahmen abstimmen wird. Dieser Rahmen, bekannt als „Markets in Crypto Assets“ (MiCA), könnte Proof-of-Work-Coins (PoW) genauer unter die Lupe nehmen.
Die Mitglieder des Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europäischen Parlaments stimmen darüber ab, ob Kryptowährungen in den Geltungsbereich der bestehenden Finanzmarktregulierung einbezogen werden sollen. Die Abstimmung ist Teil umfassenderer Bemühungen zur Bekämpfung von Geldwäsche.
Führungskräfte der Branche erwarten, dass das EU-Parlament ein Gesetz verabschieden wird, das aus Gründen der ökologischen Nachhaltigkeit wichtige digitale Währungen wie Bitcoin und Ethereum faktisch verbieten würde.
Bitcoin und andere Kryptowährungspreise
Die wertvollste digitale Währung der Welt bewegte sich am Wochenende in einer engen Handelsspanne, mit Höchstständen um 40.000 US-Dollar und Tiefstständen knapp über 37.000 US-Dollar, belastet durch die Risikoaversion an den globalen Märkten aufgrund des Konflikts in der Ukraine.
Der Wert der alternativen Kryptowährung Ethereum blieb unterdessen stabil bei 2500 US-Dollar, während andere Kryptowährungen leichte Verluste hinnehmen mussten. Laut CoinMarketCap sank die Gesamtmarktkapitalisierung um 1,3 Prozent auf 1,72 Billionen US-Dollar.
Bei Annahme würde die Maßnahme den EU-Ländern die Befugnis geben, bitcoin und andere digitale Währungen, die auf dem Proof-of-Work-Konsensmechanismus basieren, zu verbieten. Sie würde zudem Unternehmen, die mit Kryptowährungen handeln, verpflichten, Kundenprüfungen (KYC-Prüfungen) durchzuführen.
Bedenken der EU bezüglich der Kriegsgefangenen
Es wird nicht erwartet, dass die Abstimmung im Europäischen Parlament zu einem sofortigen Verbot von bitcoinführen wird, aber sie könnte den Druck auf die Behörden erhöhen, Maßnahmen gegen die Kryptowährung zu ergreifen.
Bloomberg veröffentlichte einen ersten Einblick in die endgültige Fassung dieses Gesetzesentwurfs, über den am Montag in einem Parlamentsausschuss abgestimmt wird. Wie erwartet, müssen Unternehmen, die in der EU mit Kryptoassets handeln, „um die Einhaltung dieser minimalen Anforderungen an die ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten, eine stufenweise Umsetzungsstrategie entwickeln und umsetzen“.
Die Bedenken hinsichtlich strenger Regulierungen in Europa schrecken Investoren in jedem Fall von Investitionen in den Markt ab. Der MiCA-Regulierungsrahmen, der bis zu seiner voraussichtlichen Verabschiedung im Jahr 2024 mehrere Phasen durchlaufen wird, und die Tatsache, dass er restriktiver erscheint, wirken sich negativ auf digitale Vermögenswerte in Europa aus.
In den Vereinigten Staaten hat die Securities and Exchange Commission begonnen, gegen Initial Coin Offerings (ICOs) vorzugehen, während China einen härteren Kurs eingeschlagen hat, indem es Kryptowährungen verboten und Börsen geschlossen hat.
Die Abstimmung im Europäischen Parlament findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich politische Entscheidungsträger weltweit mit der Frage auseinandersetzen, wie mit Kryptowährungen umzugehen ist. Während einige sie als Bedrohung für die Finanzstabilität sehen, erkennen andere ihr Innovationspotenzial.

