Am 4. April gab die belgische Finanzdienstleistungs- und Marktaufsichtsbehörde (FSMA) bekannt, dass die Liste der in Belgien gesperrten Webseiten im Zusammenhang mit digitalen Währungen aktualisiert wurde. Die Sperrung dieser Webseiten erfolgte aufgrund von Betrugs- und Fehlverhaltensvorwürfen.
Wie die meisten anderen europäischen Länder steht auch Belgien der Einführung von Kryptowährungen eher skeptisch gegenüber. Im Gegensatz zu Ländern wie China und Indien lehnt das Land die Technologie digitaler Vermögenswerte jedoch nicht grundsätzlich ab.
Trotzdem hört man in Belgien mittlerweile häufig von Kryptokriminalität und Betrug. Im September letzten Jahres gab die belgische Aufsichtsbehörde zahlreiche Warnungen vor der betrügerischen Verbreitung und Nutzung von Kryptowährungen heraus und sperrte insgesamt 28 Websites. In diesem Monat wurden sieben weitere Websites auf die schwarze Liste gesetzt, sodass sich nun insgesamt 120 Krypto-Websites darauf befinden.
In einer offiziellen Stellungnahme der FSMA hieß es, dieser Schritt sei nach mehreren Beschwerden von Kunden erfolgt, die unglücklicherweise in Kryptowährungen investiert hatten. Trotz strenger Regulierungen und Überwachung ist Kryptowährungsbetrug in Belgien weiterhin verbreitet.
Die FSMA bestätigte, dass die sieben kürzlich gesperrten Websites nach sorgfältigen Untersuchungen eingerichtet wurden und wies darauf hin, dass illegal operierende Unternehmen im belgischen Krypto-Sektor nicht auf der Liste stehen. Einige der gelisteten Websites umfassen Kryptobörsen, die spurlos verschwinden, sobald die Kunden ihre Investitionen eingezahlt haben.

